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kit ungezählten Jahrtausenden trägt der Erdball die Scharen seiner Bewohnerum die Sonne, läßt Geschlecht auf Geschlecht wachsen und vergehen und gibtRaum für wilden Kampf wie für stilles Gedeihen. Über das traumhafte
tierischen Daseins aber erhebt sich der Mensch, der erste und-s " einzige, dessen Geist es vermag, sich auf sich selbst zu besinnen, der erste, dervagt, nach Erkenntnis der Wahrheit zu ringen. Immer neue Zweige des Wissens? , und zur Blüte gebracht, und jeder soll ihm im tiefsten Grunde helfen,
stiel t, '' ^ Daseins zu lösen. Wohl der Wissenschaft, wenn sie nie dies ihr höchstesihre Würde sie beginnen, nur dem Nutzen des Tages zu dienen, dann schwände
selbst w k^wlste Kraft dahin. Der Erkenntnis dessen, was uns umgibt, folgen vonErde ^ Natur zu lenken und zu beherrschen; der Mensch ist zum König der
^ud gern hat er seine Stellung als wohlverdientes Geschenk himmlischerti-e„ t ^""^et und mit Stolz sich der weiten Kluft erinnert, die ihn von der Tierwelts?,ss" ^ b^^wbrste Schritt war zu thun, als es galt, das eigne Ich klar ins Auge zns ^ W^en und Werden des Menschen selbst zu ergründen. Gewaltiges hat die'pP mophie auf diesem Wege geschaffen, ja die unzerbrechlichen Grenzmauern menschlichern ^ Kant gezeigt; der Naturwissenschaft wieder war es in unsern Tagen
eschieden, der Philosophie neue Thatsachen zu bieten und neue Wege der Forschung zu öffnen.
schien die letzte Schranke niederzuwerfen, die uns abhielt, das Menschen-geschlecht an die große Entwickelung alles organischen Lebens anzuknüpfen; wie bei einemSonnenblick aus dunklem Gewölk lag plötzlich der große Werdegang irdischen Daseins vorunsern Augen. War es ein Wunder, daß im Jubel der Begeisterung viele vergaßen, einwie kleiner Teil des großen Rätsels damit gelöst war, ja wie aus dieser einen Erkenntnisneue, schwere Rätsel emporwachsen mußten? War es anderseits nicht mehr als natürlich,daß diese Begeisterten den Gegnern der neuen Lehre Waffen in die Hände lieferten, dieoft mit Kraft und Geschick geführt worden sind? Aber die Wogen des schrankenlosenEnthusiasmus sind ebenso verrauscht, wie der Zorn erbitterter Feinde sich abgekühlt hat.Es ist Zeit, den geläuterten Darwinismus, der zu seinem Unglück so oft fälschlich mit grobemMaterialismus verwechselt worden ist, unter die andern großen Ergebnisse der Forschungeinzureihen, seine Auswüchse zurückzuweisen und ruhig zu bedenken, was ihn stützt oderbeeinträchtigt. Betrachten wir von diesem Standpunkte aus die Geschichte des Menschen undzugleich die Geschichte seiner Erfindungen, soweit sie noch mit den Mitteln der Forschungaufzuklären ist.
Diese Mittel der Forschung sind verschiedener Art. Auf verhältnismäßig sicheremBoden stehen wir noch, solange uns die schriftliche Überlieferung zur Seite bleibt; dieEntzifferung der Keilschrift und der ägyptischen Hieroglyphen hat uns entfernte Zeiten
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