Mystik. Horde und Familie. 45
ihrer Mitglieder und erbt die Ergebnisse der Thätigkeit ihrer Vorfahren. Da lohnt essich nun wohh der menschlichen Gesellschaft einen Blick zuzuwerfen und zu erwägen,ob sie selbst, die so viele Künste und Fertigkeiten zur Blüte gebracht hat, auch ihrerseitseine Entwickelung zeigt. Daß sie sich irgendwie fortgebildet haben muß, ist ohne weiteresklar, und auch die Art und Weise scheint sich theoretisch leicht bestimmen zu lassen: Ausvereinzelten, patriarchalisch geleiteten Familien bilden sich durch Vermehrung oder Zu-sammenschluß Stämme, aus den Stämmen Völker; an die Stelle des Patriarchen trittder Fürst, der mehr oder weniger die Gewalt in seiner Hand vereinigt. Aber die neuereForschung hat mit diesen Theorien völlig aufgeräumt, und wenn auch das Bild der Ent-wickelung noch in vielen Einzelheiten unklar und gewiß nicht ber jedem Volke dasselbe ist,zeigt es sich doch schon jetzt ganz anders als man früher vermuten konnte.
In einer Periode, die selbst von den zurückgebliebensten Naturvolkes^fache überwunden ist, war von einer Ehe ^ unserm Sinne -bens« w -
von einer Familie; die älteste Form der menschlichen Gesellschaft E h^^als
Horde oder schlechtweg Herde bezeichnen. Die Horde es e; au eine ö . «ehe»verwandten beiderlei Geschlechts, die in keinem festbestimmten Verhältnis zu End^ stehe nInnerhalb dieser Geschlechtsgenossenschaft gibt es kei.i Privateigentum ^ e.Mluen a^sist Gemeingut, Frauen und Männer verkehren nach Be ieben
sich zeitweilig ein Paar zusammen oder ein besonder rasiger Regel
wisses Vorrecht zu sichern. Nach außen hin tritt dm Horde geschlos n u d m °er Regelandern Gruppen gegenüber feindselig oder doch mißtrauisch auf. . . gilben sichdie, wie gesagt, jcht nirgends mehr in ihrer vollen Ursprung M
die höheren Formen des Gesellschaftslebens heraus, ""d zwar mEen Ansicht von der patriarchalischen Ursamille völlig widersp ich.