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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Gebäude für öffentliche Zwecke.

Akustik die Saalkirche , allenfalls die Zentralkirche mit kurzen Flügelbauten voranstellen,wobei in letzterer die Kanzel eine zentrale Stellung erhalten soll. Der Streit zwischender älteren, mehr dem lutherischen Ritus und der neueren, mehr dem reformierten Be-kenntnis entsprechenden Richtung ist aber noch keineswegs entschieden. Unter den Kirchen -bauten der jüngsten Zeiten sind vor allein bemerkenswert: der im Bau begriffene Prote-stantische Dom in Berlin , von Jul. Raschdorff in den Formen der Renaissance geplant,die St. Gertrudkirche in Uhlenhorst bei Hamburg , in einer dem Zentralbau angenähertenForm mit fast gleich hohen Schiffen, von Otzen in Berlin in den Formen des nordisch-gotischen Backsteinbaues ausgeführt. Die Christuskirche in Elmsbüttel-Hamburg mitgeradlinig geschlossenem Querschiff und ebenfalls geradlinig schließendem Chor, im Innernvon besonders glücklicher Wirkung, ebenfalls von Otzen, und von demselben die mit einemZentralturm versehene Bergkirche in Wiesbaden. Orth in Berlin , gleichfalls durch zahl-reiche Kirchenbauten bekannt, hat die Emmauskirche daselbst in einer Konzession an die

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253. Grundriß des neuen Domes in Aeriin» erbaut von Jul. Raschdorff.

Nach der „Deutschen Bauzeitung".

neuere Richtung mit einer Kanzel in zentraler Lage ausgestattet. Die St. Peters-kirche in Leipzig , eine hervorragende Schöpfung von Harte! und Lipsius, ist durch dieBesonderheit der angefügten Bet- und Beichtstubeu merkwürdig.

Über die stilistische Behandlung der Synagogengebäude hat in unserm Jahrhundertdie Auffassung mannigfach gewechselt; weniger Schwankungen hat die Gestaltung desGrundrisses durchgemacht, da dieser, abgesehen von der Absonderung einer Frauen-abteilung, nur in geringem Maße von rituellen Besonderheiten eingeengt ist. Durch dasganze Mittelalter hindurch und in den Epochen der Renaissance folgte der Synagogenbaustets den stilistischen Forderungen des betreffenden Landes; an irgend ein morgenländischesWesen wurde keineswegs gedacht. Erst mit dem Auftauchen der neuen Orientmalerei derFranzosen , welche, allerdings ohne Grund, in den heutigen Arabern die Muster für ihrealttestamentarischen Gestalten zu finden glaubte, kam die Meinung auf, daß man dieSynagogen im arabischen Stil bauen müsse. Indes läßt sich dagegen sagen, daß diealte jüdische Kunst in Palästina nicht den geringsten Bezug zu der späteren arabischenKunst gehabt haben kann und namentlich die Gewölbesystemc nicht kannte, ebensowenig,wie die phönikische Kunst diese kannte. Diese falsche Richtung auf das Arabische scheintjetzt aufgegeben zu sein, und man hat wieder angefangen, die Synagogen des Abend-