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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Wasserheizung: Hochdruckmasserheizung. 681

erhitzt zu werden. Bei der Ingangsetzung wird in ein solches System mittels eines Drei-weghahns und einer Druckpumpe so lange Wasser getrieben, bis dasselbe bei seinem Aus-tritt ohne Luftblasen entweicht. Es ist unbedingt nötig, daß auf diese Weise die Luft ausdem System entfernt Ivird, weil sonst bei der Heizung gefährliche Stöße eintreten können.Das System wirkt in der folgenden Weise: Heizt man des Morgens den Ofen an, sowird das in der Heizspirale befindliche Wasser allmählich in höhere Temperatur versetzt,so daß sich sein spezifisches Gewicht verringert und daher das in den oberen Teilen desSystems befindliche kalte und daher schwerere Wasser niedersinkt, wobei es das erwärmteleichtere Wasser nach oben drängt. Auf diese Weise wird eine allmählich an Geschwindig-keit zunehmende Zirkulation des Wassers im System herbeigeführt, bis eine gewisse Grenzebezüglich der Wärmeaufnahme in der Heizschlange und der Wärmeabgabe in den Ofen-schlangen erreicht ist, worauf die Zirkulation mit gleich-bleibender Geschwindigkeit zwischen zwei konstantenTemperaturgrenzen vor sich geht. In manchen Fällenwird die Heizspirale des Ofens zugleich mit als Rostbenutzt. Das von der Heizspirale senkrecht bis unterdas Dach geführte Standrohr mündet in das miteinem Sicherheitsventile versehene Expansionsgefäß,von welchem ein Rohr nach dem obersten Ofen ab-zweigt, der dann wieder mit dem unteren Ende seinerSpirale an das obere Ende der Spirale des darunterbefindlichen Ofens gebunden ist und so fort, bis derunterste Ofen sich wieder an die Heizspirale anschließt.

Bei den neueren Hochdruckwasserheizanlagen werdendie Röhren bis zu 22 rum lichtem und 34 nun äußeremDurchmesser hergestellt; dieselben sind immer noch sodünn, daß sie sich leicht unterbringen lassen. Zur zweck-mäßigen Verteilung dieser Röhren empfiehlt es sich,dieselben entweder an den Wänden entlang und unter-halb des Fußbodens anzubringen, oder in einer Ecke,insbesondere aber unter den Fenstern oder an sonstgeeignet erscheinenden Orten anzulegen, wo sie nichtin die Augen fallen oder durch Verkleidungen ver-borgen werden können, wozu man am besten Eisen-gitter benutzt, welche der Dekoration des Zimmersanzupassen sind. Das oben erwähnte Expansions-gefäß besteht aus einem dickwandigen schmiedeeisernenCylinder, der nur zum Teil mit Wasser gefüllt ist,indem darüber ein Luftraum frei bleibt, um eineArt Windkessel zu bilden, dessen elastisches Luftpolster ?ss. Schema rar K-chdruckwasserheiMng.dem Wasser des Systems eine gewisse Ausdehnung

gestattet. Die Expansions- oder Sicherheitsventile werden in einem Behälter unter-gebracht, in welchem sich das etwa überlaufende Wasser sammeln kann. Bei dem Er-kalten des Systems gestatten diese Ventile den Rücktritt des Überlaufwassers in die Röhren.Als weitere Ausrüstung können noch an geeigneten Stellen Regulierhähne angebrachtwerden, welche gestatten, daß der eine oder andre Teil des Systems ausgeschaltet wird,indem alsdann das zirkulierende Wasser durch ein kürzeres Rohr geleitet wird, um dieWärmeabgabe entsprechend zu vermindern. Derartige Regulierhähne sind jedoch nichtbesonders zu empfehlen, indem dieselben leicht undicht werden und die Wirkungsweise desganzen Systems durch deren nicht immer sachgemäße Anwendung beträchtliche Störungerleiden kann. Vorteilhaft ist es, die Temperatur mit Bezug auf deren Gleichmäßigkeitin den einzelnen Räumen durch Ausgleichung der Wärmeabgabe, z. B. durch Hemmungder Luftzirkulation bezw. durch Vermehrung derselben zu regeln. Hauptsache ist beiallen diesen Zentralheizsystemen, daß von Anfang an für eine genügend große Heiz-

Das Buch der Erfind. I. 88

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