Dampfheizung: Niederdruckdampfheizung. 69Z
Rohr nach dem Kessel zurückgeführt, sobald sich das Gefäß bis zum Überlaufen gefüllthatte. Ist die Regulierspindel entsprechend eingestellt, so wird mit diesem System diegewünschte Regelung der Wärme erreicht. Die genannte Firma hat seiner Zeit imLaufe von drei Jahren allein in Hannover 250 Anlagen nach diesem System mit einerGesamtheizfläche von 52 000 giu ausgeführt, und alle diese Anlagen haben tadellosgearbeitet. In neuerer Zeit ist jedoch die Wärmeregelung der Dampfheizkörper mitatmosphärischer Luft fast allgemein eingeführt worden, weil dadurch die Anlage vereinfachtwird. Die allereinfachste Einrichtung dieser Art besteht darin, daß jeder Ofen neben demDampfventil noch mit einem Lustventil ausgerüstet ist, durch welches Luft in den Ofeneintreten kann, sobald sich in demselben der Druck unter den äußeren Luftdruck erniedrigt,welches aber bei zunehmendem inneren Drucke auch wiederum die Luft aus dem Ofenentweichen läßt. Hierzu ist erforderlich, daß der Ofen entweder an seinem Ausgangeein Rückschlagventil hat, oder daß die Kondensleitungen erst unter dem Wasserspiegel des
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Kessels miteinander verbunden sind, damit nicht von der Kondensleitung der benachbartenÖfen Dampf von rückwärts in den Ofen eintreten kann. Bei Verwendung solcher Ent-lüstungsventile tritt als Nachteil ein, daß beim Wechsel von Dampf und sauerstoffreicherLuft sich Rost im Ofen bildet und daß, wenn nicht die entweichende Lust direkt ins Freieoder durch eine gemeinschaftliche Rohrleitung auf den Dachboden beziehungsweise in denKessel abgeführt wird, jedesmal beim Austreten solcher Luft in den geheizten Räumenein unangenehmer Geruch bemerkbar wird.
Es gibt ferner eine Reihe von Systemen, deren Rohrleitungen und Heizkörper ohneAnwendung besonderer Luftabschlüsse in dauernder Verbindung mit der Außenluft stehen.Hierbei ist aber erforderlich, die Dampfventile eines jeden Ofens so zu regeln, daß sie beieiner gewissen Dampfspannung genau die zur Erwärmung des betreffenden Ofens er-forderliche Dampfmenge durchgehen lassen. Es ist aber in der Praxis geradezu un-möglich, diese Dampfspannung an der betreffenden Stelle stets innezuhalten, denn selbstbei gleichbleibender Spannung des Kessels wird durch die geringere oder größere Kon-densation des Dampfes in den einzelnen Heizkörpern die Spannung in der Dampfleitungbeständige Schwankungen erleiden, und dadurch wird entweder eine ungenügende Erwärmung