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Die Lüftung oder Ventilation: Trockenanlagen.
Zum Trocknen kleinerer Mengen der verschiedenartigen Nutzhölzer bestimmte Holz-trockenanlagen haben die folgende Einrichtung. Die Anlage hat mehrere Abteilungen,in denen verschiedene Trockentemperaturen zur Wirkung kommen und worin das Holz derLänge nach in dem dieser Länge angemessenen Raume so aufgestapelt wird, daß jedesStück allseitig von der heißen Luft bestrichen werden kann. Dies wird einfach dadurcherreicht, daß man Lattenstücke zwischen die einzelnen Holzschichten legt und zwischen deneinzelnen Stücken jeder Schicht einen schmalen Raum frei läßt, so daß die in der Längs-richtung des Raumes einströmende heiße Luft den ganzen Stapel in vielen Kanälendurchzieht. Jede Abteilung ist der Einströmungsöffnung gegenüber mit einer Abzugs-öffnung versehen, durch welche die Luft entweder ohne weiteres in das Freie entweicht,oder, wenn man die noch nicht genügend mit Feuchtigkeit gesättigte Luft ihres Wärme-gehaltes wegen aus ökonomischen Rücksichten nochmals zu benutzen gedenkt, in einemKanale nach dem Heizapparat zurückgeführt, wiederum erwärmt und dann zum zweitenmalin die Trockenkammer geleitet wird, um sich burch weitere Aufnahme von Feuchtigkeit voll-ständig zu sättigen, wobei man aber diese schon weniger wirksame Luft nicht in die mitdem schon teilweise getrockneten Holze gefüllte Abteilung, sondern in die mit frischem Holzegefüllte Abteilung einführt. Auf diese Weise kann in jeder Abteilung das aufgestapelteHolz bis zu jedem gewünschten Grade der Trockenheit gebracht werden, ohne daß dadurch
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die andre Abteilung beeinflußt wird. In allen Abteilungen wird die Zuführung undAbführung der Luft mittels Schieber geregelt. Diese einfachen Holztrockenanlagenwerden aber, wie schon bemerkt wurde, nur für kleinere Holzmengen und zwar meist fürbereits lnfttrocknes Holz benutzt. — Handelt es sich um das Trocknen großer Holzmengenund lang andauernden Betrieb, so kommen mit Vorteil kontinuierlich arbeitendeTrockenanlagen zur Anwendung, deren Einrichtung aus Abb. 836 ersichtlich ist, undzwar ist diese Anlage mit dem schon auf S. 702 erwähnten Ventilator nach StnrtevantsSystem eingerichtet. Die gewöhnlichen Abmessungen einer solchen Anlage sind 19,s inLänge, 5 in Breite und 2,?s in Höhe. Zum Transport des Holzes durch den Trocken-raum sind nenn Wagen erforderlich, von denen jeder etwa 10 odin Holz aufnimmt.Weitere zwei Wagen dienen für die Auflade- und Abladestation. Die angegebene Holz-masse erfordert einen Fassungsraum von etwa 90 obm, und die Leistungsfähigkeit derAnlage für 24 Stunden Tagesschicht beträgt 20—30 obw, je nach dem Feuchtigkeits-grade der Hölzer. Die Wagen mit den Holzstapeln werden auf einem Schienenstrang inden Trockenraum gefahren und zwar täglich zwei bis drei Wagen. Gegen diese Wagenbewegt sich ein gleichmäßiger Strom heißer trockner Luft. Auf diese Weise wird das Holzeinem gleichmäßigen Austrocknen unterworfen, wobei sich die Temperatur in dem Maßeerhöht, in welchem die Wagen langsam vorrücken. Das Holz wird seitlich mit Segeltuchumhüllt, so daß die heiße Luft gezwungen ist, den ganzen Stapel in der Längsrichtungzu durchziehen. Die vierkantig behanenen Holzschwellen oder Bohlen sind durch dazwischengelegte Querhölzer von 25—30 ein Dicke getrennt, um die nötigen Luftkanäle zu bilden.In dem 5 in breiten Raume können drei Schienenstränge für die Wagen nebeneinander
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