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Fünfter Band. Bergbau und Hüttenwesen.
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Der Bergbau im Altertum. 13

durch Reihen von Keilen in kleine Stücke zerlegt, genau in derselben Weise, wie unsereSteinbrecher heute noch verfahren.

Auch in anderen Gesteinsarbeiten waren die alten Ägypter Meister, wie uns z. B.der heute noch erhaltene ganz im festen Felsen bis zu einer Tiefe von 90 in gearbeitete-vsvsephsbrunnen in Kairo lehrt. Er zerfällt in zwei Schächte, von denen der obere50 m, der untere 40 m Tiefe hat, zwischen beiden liegt eine Göpelkammer und ein Wasser-behälter, bis hierher führt ein geneigter den Brunnenschacht spiralförmig umgebenderGang abwärts, durch welchen die Tiere für den Göpelbetrieb in die Kammer und wiederhinaus gelangten. Mittels eines Becherwerkes, das aus Stricken und thönernen Gefäßenbestand, wurde das Wasser zunächst durch den ersten Schacht in den Behälter und danndurch ein zweites Becherwerk bis zur Oberfläche gehoben. Die Archäologen sind der An-sicht, daß dieser Brunnen etwa 3500 Jahre alt sei.

IS. Die Niinier.Abbaue xri Urrcspatak. <Zu S. ib.)

H.--

E

Aus diesen Gesteins arbeiten dürfen wir mit voller Sicherheit entnehmen, daß den altenÄgyptern das Eindringen in den festen Felsen zum Zweck der Gewinnung von Metallenrecht wohl möglich war, und es fehlt auch nicht an Belegen, die dies bestätigen. InNubien (Nub bedeutet so viel wie Gold) trieben die Ägypter Goldbergbau, der uns vonDiodor ausführlich beschrieben wird, ja es ist sogar ein Plan dieser alten Arbeiten bisauf unsere Zeit erhalten geblieben; auch der altägyptische Kupferbergbau im Thale Meghara auf der Sinaihalbinsel gibt uns von der damaligen Bergbauthätigkeit Kunde.

Der sagenhafte Zug des Thessaliers Jason mit den Argonauten in das LandKolchis am fernen Gestade des Schwarzen Meeres und die Erwerbung des goldenenVließes aus dem Besitz des Königs Altes läßt uns schließen, daß schon zu denGriechen der vorhomerischen Zeit die Kunde von der Bearbeitung reicher Goldseifen injenen Gegenden gelangt war. Die Einwohner bedienten sich hierbei wolliger Schaffelle,in denen sich bei dem einfachen Waschprozesse die schweren Goldteilchen fingen, währenddie gerundeten Sandkörnchen vorn Wasser darüber hinweg geführt wurden. Im altengeschichtlichen Griechenland sind namentlich die Bergwerke der Athener zu Laurium be-kannt, aus denen silberhaltiges Blei gewonnen wurde. Übrigens ist es nicht unwahr-