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Fünfter Band. Bergbau und Hüttenwesen.
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Der Bau unserer Erdrinde. 25

20 Wesentlichen Anteil an der Zusammensetzung der Eruptivgesteine, und weiter sindes merkwürdigerweise ganz wenige von den bekannt gewordenen chemischen Elementen,die in den Eruptivgesteinen vorherrschen, während die meisten anderen nur in äußerstgeringen Mengen vorhanden sind.

Die gesteinbildenden Mineralien, welche in den Eruptivgesteinen auftreten,sind Quarz (d. i. reine Kieselsäure), ferner kieselsaure Verbindungen (Silikate) derThonerde, der Oxyde des Eisens, des Kalkes, der Magnesia und der Alkalien (Natrium,Kalium) und zwar die Gruppen der Feldspäte, Augite, Hornblenden und Glimmer,außerdem schon seltener Olivin, Nephelin, Leucit. Dazu kommen in sehr geringenMengen die Erze: Magneteisenerz (Eisenoxydoxydul) und Schwefelkies (Schwefel-eisen). Quarz ist an der hohen Härte (7) kenntlich, er ritzt guten Stahl, und tritt alsGesteingemengteil farblos oder milchweiß bis grau auf, er zeigt niemals Spaltung,sondern stets muscheligen bis splitterigen Bruch mit glasartigem, zum Teil fettigem Glänze.Namentlich in den Porphyren kommen ringsum ausgebildete Quarzkrystalle vor (vergl.über die Form den Abschnitt Edelsteine).

Von den übrigen genannten Mineraliensind besonders die Feldspäte zur Einteilungder Gesteine benutzt worden. Sie haben dieHärte 6, d. h. sie lassen sich mit einemMesser gerade noch ritzen, die Farbe ist vor-waltend weiß, grau, gelblich, rötlich; grünist selten. Sie spalten gut nach mehrerenRichtungen, die Krystalle sind meistens kurzsäulenförmig. Die Feldspäte zerfallen in zweigroße nach der Krystallform nicht schwervon einander zu unterscheidende Unterabtei-lungen,nämlich :Orthoklas (Kali-Thonerde-Silikat): die beiden vorhandenen Spaltrich-tungen bilden genau einen rechten Winkel undzeigen keine Streifung; ferner Plagioklas(vorwiegend Silikate der Thonerde, desNatrons und des Kalkes): die ebenfalls vor-handenen Spaltrichtungen schließen einenWinkel ein, der von dem rechten um einigeGrade abweicht; die vollkommensten Spalt-flächen sind, oft schon dem freien Auge er-kennbar, fein gestreift. Übrigens werden nachder chemischen Zusammensetzung und der be-sonderen Krystallform mehrere Arten von Plagioklas unterschieden; hierher gehören:Mikroklin (Kalifeldspat, also chemisch, nicht aber krystallographisch dem Orthoklas nahe-stehend), Albit oder Natronfeldspat, Anorthit oder Kalkfeldspat, ferner Oligoklas,Andesin, Labradorit, welche als Mischungen von Natron- und Kalkfeldspat angesehenwerden. Danach unterscheidet man zwei große Gruppen von Gesteinen: Orthoklas-gesteine, zu ihnen gehören von den bereits genannten: Granit, Syenit, die Porphyre,Trachyte und Phonolithe, und Plagioklasgesteine, zu denen gerechnet werden: Diorit,Diabas, Gabbro, die Porphyrite, Melaphyre, Andesite, Basalte u. s. w.

Augite und Hornblenden stehen sich in der chemischen Zusammensetzung naheals Silikate des Eisens, der Magnesia und des Kalkes, beiden gemeinsam ist der Glas-glanz, die Härte: etwa 6, und dunkle Farben: schwarz, grünlich- und bräunlichschwarz; beibeiden sind kurzsäulige Krystalle häufig. Außer durch die Einzelheiten in den Krystall-formen, die jedoch sehr wechseln, unterscheiden sich beide Mineralien dadurch, daß bei denAugiten selten Spaltbarkeit deutlich zu beobachten ist (wenn sie vorhanden ist, so bildendie beiden Richtungen einen rechten Winkel), sondern dichter bis körniger Bruch meistensvorwaltet. Bei der Hornblende dagegen sind immer deutlich zwei Spaltrichtungen zu

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23. Muscheliger Sruch des Güsidians uns Genador.