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Siebenter Band. Die Industrien der Steine und Erden. Chemische Industrie.
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Die Bearbeitung der Bausteine.

Aus allen den Steinbrechern kommt nun das Material nicht völlig gleichmäßigheraus, sondern es muß noch nach der Größe sortiert werden, um es verwendbar zumachen. Dazu benutzt man entweder die bereits erwähnte Steinschlaggabel (Abb. 2) odergelochte Bleche mit verschiedener Lochweite. Solche Siebblcche können in geneigter Ebeneangebracht sein, so daß das Steinmaterial über sie hinwcggleitet (Schurrsicb), oder siesind in Cylindersorm gebogen und bilden eine Art rotierenden Siebes, wie es Abb. 5darstellt. Die verschieden großen Stücke fallen bei dieser Vorrichtung in Anslaufrinnen,die sie in untergeschobene Karren verteilen.

5. Siekciilindrr.

Aus den Transport des Schottermaterials, wie auch der bearbeiteten Steinstückesoll weiter unten noch mit einigen Worten eingegangen werden.

Pflastersteine.

Wesentlich dieselben Felsartcn, wie sie für. die Herstellung von Schotter- und Pack-material dienen, als Granit, Gneis, Diorit, Dolerit, Basalt, Gabbro u. s. w. werdenauch für die Herstellung von Pflastersteinen verwendet. Vielfach kommen die Steinein großen und unregelmäßigen Stücken znr weiteren Verarbeitung, und es ist daher (z. B.bei Basalt) notwendig, einen schweren Hammer zum Zerlegen größerer Stücke oder zurAufdeckung solcher Stellen anzuwenden, welche dem Spalten wenig Widerstand entgegen-setzen. Solche Stellen müssen ausgeschieden werden, weil mit wenigen Ausnahmen dieKopffläche des Pflastersteines, welche die Fahrbahn bildet, Winkelrecht zu der Spaltrichtnnggewählt wird und weil bei Vorhandensein schwacher Stellen in der Hanptspaltrichtung imfertigen Steinpflaster unter der Einwirkung schwer belasteter Wagenräder leicht Ab-sprengungcn eintreten würden.

Im allgemeinen werden die Pflastersteine in Form regelmäßiger Würfel (WienerPflaster) oder regelmäßiger Parallelcpipeden oder nach einer abgestumpften Pyramidegestaltet, deren Grundfläche den Kopf, d. h. diejenige Fläche des Pflastersteines bildet,welche nach dem Versetzen der Steine die Fahrbahn bildet (Kopfsteinpflaster). Um dieim Steinbruche von der Wand losgelösten oder von größeren Blöcken in der einen oderanderen Weise abgesprengten mehr oder minder unregelmäßig gestalteten Gesteinstücke indie gewünschte Form überzuführen, bedient man sich der sogenannten Fläche oder desSchellhammers (Abb. 6/7, 8), d. i. eines Hammers mit zwei in der Richtungdes Helmes liegenden schmalen Finnen oder abgerundeten Schneiden. Die Znschärsnngdes Hammers wählt man je nach der Härte des Gesteins verschieden. Für sehr harteSteine macht man den Winkel, den die beiden Schneidflächcn zu einander bilden, bis zu50° groß, für weichere Steine kleiner bis herab zu 25°. Zuweilen sind die schwachgewölbten Schnittkanten nicht gleich verlaufend, sondern schließen einen Winkel ein, dessen