Kalk) Zement und Gips.
Linkk. Entliehen und Vorkomme» in der Milur. Lohlensliurer Zilitk und seine Verwendung. Äie Mornwr-i'rückie von Lnrror». Äle Eiullilleinöruche von Andersdors. Äie ^ireidcgrulicn bei Logerdors und »nl Augen.Atzkalk. Verwenddurkeit der LMcirlen zur Aorleidereilung. Vrenneu in slnlkdfen. Idfcn >uil periodische>nAetriehe. <4scn für ununlerdrocheuc» Vclrieli. L!ns Loschen des HnNics. Jslorleüiereilung. — Zement.Lgdrouiischc Mörtel (Vuisserniörlel) »ud notnrkichc Zen>r„te. Lgdronlische Äolke. Nolnrliche Zemente. Aonion-Ze/uent. Vnzzolnne. Cnitt. Äuntorinerde. VorIland>Ien,ent. Eeschichtlichcs. Aitirikntion von Vorltnnd'ZcmenI.Äie Vortlmid'Iementlaörik Stern. Äns VorHand-Zementwerk Scidcwerg. Eigenschaften und chemische Zusammcn-jctznng. Verwendung.— Eins. Vorkommen und Jusammeuschuug. Verevendung. 2as Formen des Gipses.
Das Giehen des Gipses.
Kalk.
Entstehung und Vorkommen in der Natur.
Witter den Gesteinen, welche die Rinde unserer Mutter Erde zusammensetzenhelfen, spielt der kohlensaure Kalk die Hauptrolle: Von den ältestenMAMF Schichten der Sedimentärforinationen an bis in die heutige Zeit haben sichunausgesetzt Lager dieses Gesteines in Tausenden von Metern Mächtigkeitgebildet. Aus ihm bestehen ebensowohl die schroff abstürzenden Felsmanernder schwäbischen und fränkischen Alp, wie die wilden Kalkberge der Nord- undSüdalpen oder die öden Karstlandschaften am Ufer des Mittelmeeres. In seiner Ver-teilung finden wir den Kalk in lockeren Ablagerungen, den Produkten der Erosion (derZerfressnng und Auswaschung durch fließendes Wasser oder Regen), der Gletscherthätig-keit n. s. w. Unsere Thonlager enthalten große Mengen von Kalk in Gestalt jenerKonkretionen (Znsammenhäufnngen), welche man mit dem Namen Septarien zu bezeichnenPflegt. Es sind linsenförmige, im Inneren von Spalten durchzogene mergelige, kalkigeoder eisenschüssige Knollen, deren Spalten häufig Kalkspat, Eisenspat, wohl auchSchwefelmetalle enthalten. Auch die von unseren Landwirten ausgebeuteten Mergellagerwerden ihres Kalkreichtums wegen aufgesucht.
Tiere der mannigfaltigsten Art haben ihre Gehäuse hergegeben, um die mächtigenKalklager der Gebirge entstehen zu lassen. Vor allen Dingen sind es Mollusken, derenSchalen nach dem Absterben der Tiere zu Boden sanken und sich in Massen anhäuften.
Zu ihnen gesellen sich die Stachelhäuter, die früher offenbar viel stärker in denMeeren vertreten waren als heute und besonders in der jetzt auf wenige Gattungen re-duzierten Familie der Crinoiden oder Seelilicn einen wunderbaren Reichtum an Formenentwickelten. Aus den Gliedern ihrer zerfallenen Stiele finden wir im Altertume undMittelalter der Erde häufig genug ganze Schichten ausgebaut, und hin und wiederkommen in diesen Ablagerungen auch noch die wohl erhaltenen zerbrechlichen Kronen jenerwunderbaren Gebilde der Natur vor.
Von gewaltiger Bedeutung sind für die Kalkbildung ferner die Korallen, derenmächtige Bauten zu den Wundern der Ozeane gehören. In Gestalt überaus kleiner