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Die Thonwarenindustrie: Herstellung der Thonwaren.
vorwärts, wobei die abziehenden Rauchgase zur Vorwärmung benutzt werden und die zurVerbrennung erforderliche Luft, indem sie die heißen Steine durchstreicht und abkühlt,sich an ihnen vorwärmt, bevor sie an das Brennmaterial herantritt. Hierdurch wird eineaußerordentlich große Ersparnis von Brennmaterial gegen die früheren nicht kontinuierlichbetriebenen Öfen herbeigeführt und eine so viel größere Ausnutzung des Brennstoffes be-wirkt, daß man im Verhältnis zu den früheren Öfen bis zu 75°/g Brennmaterial zusparen gelernt hat. Die Hoffmannschen Ringöfen werden zweckmäßig zu 14—18 Ab-teilungen gebaut, doch gibt es auch Öfen, welche die doppelte Anzahl von Abteilungenbesitzen und die dann mit zwei Feuern betrieben werden. Jede Abteilung faßt etwa10 000 Normalziegel, und zum Brennen von je 1000 Normalziegeln im Ringofen rechnetman 100—150 ÜA Steinkohle.
Die eigentliche Massenproduktion von Ziegeln ist erst durch die Erfindung und Ein-führung des Hoffmannschen Ringofens ermöglicht; volkswirtschaftlich und in Bezug auf dasschnelle Anwachsen der großen Städte ist derselbe von der allergrößten Bedeutung geworden.
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ibb. Soffmarms Ringofen (Grundriß).
Alle neueren kontinuierlich betriebenen Öfen stellen sich nur als Modifikationen diesesOfentypus dar, und die Verbesserungen derselben laufen auf zweierlei hinaus: 1. suchensie durch Heizständer oder Heizwände die Verbrennung der Kohle so zu gestalten, daßdieselbe innerhalb dieser Heizwände verbrennt, damit eine Berührung der Steinflächenmit der Asche des Brennmaterials nicht stattfinden kann, Verunreinigungen der Ver-blendflächen oder der glasierten Steine also ausgeschlossen sind, 2. streben sie durch ein-gebaute Feuerbrücken und Trennwände, durch die der Osenkanal in eine Anzahl voneinzelnen Kammern (dadurch entsteht der sogenannte Kammerofen) zerlegt wird, anstatt dergleichförmig wagerechten Feuerrichtung eine Auf- und Abbewegung der Flamme an, umdadurch einen besseren Ausgleich der Hitze in den oberen und unteren Zonen des Ofensherbeizuführen. Alle diese Einrichtungen, so berechtigt sie auch zum Brennen von feinerenErzeugnissen sind, haben aber eine weit geringere Ersparnis an Brennmaterial zur Folgeund sind daher nur für besser bewertete Waren, oder wenn man höhere Temperaturenerreichen will, von Nutzen. Auch Generatorgas wird bei Erzeugung besserer Waren mitErfolg zum Betriebe von Ring- und Kammeröfen verwendet.
Von einem anderen Gesichtspunkte bei Einrichtung eines,kontinuierlich brennendenOfens ist Otto Bock ausgegangen; er baute nicht einen ringförmig geschlossenen Kanal mitumlaufendem Feuer, sondern konstruierte einen geraden Kanal mit feststehendem Feuer-herd und ließ die Waren auf Schienenwagen durch den Kanal ziehen; dies ist der