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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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144 Tie Papiersabrikation.

gelangt nun zn den drei Trockencylindern ^ ?gund schließlich durch den Längs-schneiden 8 znm Rollapparat ll'.

Tie Rahmenformmaschine (Schöpipapiermaschine). Das von den Maschinenhergestellte Papier steht dem von Hand geschöpften in seinen wichtigsten Eigenschaftendurchaus nicht nach; das letztere besitzt aber doch gewisse Eigentümlichkeiten, die das Ver-langen nach von Hand geschöpftem Papier für ganz bestimmte Zwecke wach erhält undVeranlassung ward zur Erfindung von Maschinen, durch welche die Handarbeit beimSchöpsen des Papiers vollkommen nachgeahmt wird. Von den verschiedenen Konstruktionenhat sich die von Max Sembritzki 1881 erfundene Maschine allein bewährt. Tie aus derhier beigefügten Tafel ersichtliche Maschine ist eine Toppelmaschine, welche den Prozeß derPapierbildnng in der Mitte beginnt und nach beiden Seiten arbeitet, so daß am linkenund rechten Ende fertige Papicrbogen abgeliefert werden. Das eigentlich wirkende Werk-zeug der Maschine ist eine Rahmensorm, wie sie beim Schöpfen des Papiers von Hand inAnwendung steht. Solche Formen sind in der Maschine zwei vorhanden und mit a be-zeichnet, von welchen die eine rechts gerade unter dem Gautschfilz, die andere in derMitte unter der Füllvorrichtnng steht. Beide Formen sind auf einem gemeinschaftlichenSchlitten angebracht, mit dem sie gleichzeitig nach links oder rechts verschoben werdenkönnen. Auf der in der Mitte stehenden Form wird eine Faserschicht ausgebreitet; istdies geschehen, so bewegen sich beide Formen nach links; hierbei wird von der rechts-stehenden Form der Bogen durch die Gautschwalze 1' abgegautscht, gleich darauf gelangtdieselbe in die Mitte, um frisch gefüllt zu werden, während mittlerweile die linksstehendeForm unter die Gautschwalze I", gelangt ist und bei der nun folgenden Rechtsbewegnngbeider Formen ihren Bogen an resp. an den endlosen Filz 1^ abgibt.

Der in der Mitte befindliche Füllapparat, welcher von der Zengbütte mit Ganzzcuggespeist wird, besteht aus dem Kasten t', in dessen Boden viele nach aufwärts stehendeRöhrchen angebracht sind, um welche herum sich das Zeug lagert. Wird nun in dieseMasse ein fester Körper eingetaucht, so steigt das Zeug in die Höhe und ergießt sich durchdie Röhrchen gleichmäßig auf das darunter stehende Formsieb, sich dort zu einer Papier-schicht ausbreitend. Dieses Rahmensieb befindet sich dicht anschließend in einem Kasten n-,in dem es gehoben und gesenkt werden kann. Sobald nun die Papierschicht am Siebe

gebildet ist, wird dieses, samt dem Kasten nach links oder rechts mittels des auf

Scbienen laufenden Schlittens verschoben; das durch das Sieb geflossene Wasser läuftdurch ein im Boden des Kastens v befindliches Rohr idiz ab, wodurch gleichzeitig unterder Papierschicht ein lnftverdünnter Raum geschaffen wird, der einen Luftdruck auf diePapierschicht weckt. Bei der Weiterbewegnng der Form wird diese einer rüttelndenBewegung ausgesetzt und gelaugt schließlich an das Ende ihrer Bahn unter den endlosenNaßfilz l^; sobald nun die Rückbewegung der Form gegen die Mitte der Maschine be-ginnt, wird das Sieb mit der darauf gebildeten und thunlichst entwässerten Papierschichtüber den Rand des Kastens emporgehoben, kommt dadurch mit dem nach derselbenRichtung bewegten Filz in Berührung und wird angegautscht, d. h. bleibt an dem Filzhängen und wird von diesen den Preßwalzen ibH zugeführt, wobei sich ein zweiter

Filz ibz über die Papierbogen legt und mit diesen durch die Presse geht, so daß die

Feuchtigkeit von der oberen und unteren Fläche des Papierbogens durch die Filze ab-gesaugt wird. Von den Tischen (s> und (sh werden die fertigen Bogen abgehoben und sowie das von Hand geschöpfte Bogenpapier weiter verarbeitet.

Das Zurichten des Maschincnpapiers (Appretieren).

Durch die bisher besprochenen Prozesse und Maschinen wird das fertige Papierentweder auf einem Holzhaspel oder auf eine Walze aufgewickelt, als Rolle geliefert.Dieses sogenannte endlose Papier wird nun entweder in Nollenform oder in Bogenformverkauft; es muß daher vom Haspel auf eine Walze gewickelt oder in die Form einesBogens verwandelt werden. Außerdem muß in vielen Fällen auch ein Glätten undauch ein Leimen zur Ausführung kommen. Alle diese Arbeiten werden Zuricht-, Nach-,