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Die Bcmmwollspinnerei: Ringspinner.
richtet sich nach der Spiudelzahl, die von 60—200 wechselt, sür einen Grobsputer von80 Spindeln ist der Raumbedarf ungefähr 10 mXIsv m sür einen Feiuspuler von200 Spindeln 12 m X 0,9so m.
Plan gelangen die Lunten auf die Fein spinn er. Diese verziehen sie zum letzten-mal, geben ihnen den nötigen Draht und sammeln den so gebildeten Faden oder dasGespinst unter einer leicht zu handhabenden Form, dem „Kötzer". Während die Spulender Spnlcr oder „Vorspinncr" beim Abwickeln drehen, zu welchem Zwecke sie aus demSpnlenrahincu der folgenden Maschine mittels einer Holzspindel aufgesteckt werden, somüssen die Kötzer ein Abwickeln der Fäden nach einem in der Achse gelegenen Punkte hinohne Drehung des Kötzers zulassen. Zu diesem Zwecke wickelt man den Faden in kegel-förmigen Schichten aus, so daß der ablaufende Faden die übrigen Wickelungen nichtpreist. Um die Neigung der Schichten zu erhalten, kann die „Leere", auf welche derFaden ausgewickelt wird, einen kegelförmigen Wulst haben. Wenn die „Leere" nur ineinem kurzen, cylindrischen Papierröhrchen, der „Hülse", besteht, muß durch das Bewickelnaus der ersten cylindrischen Schicht allmählich das kegelförmige Gerüst ausgebildet werden,auf dem sich dann der eigentliche „Körper" aufbaut. Dieser gleicht einem Cylinder, dereine kegelförmige Spitze besitzt und am anderen Ende eine konische Ansbohrnng trägt,während der „Ansatz" oder „Kern", wie das Gerüst heißt, einen doppelten Kegel bildet.Ansatz und Körper bilden den Kötzer, und dieser hat das Aussehen eines beiderseits zu-gespitzten Cylinders von ungefähr 40 mm Ticke auf 200 mm Länge für Schnßgarne und32 mm Dicke auf 110 mm Länge für Kettengarne.
Je nachdem das Verziehen, Trahtgeben und Auswinden gleichzeitig geschieht oderin zwei Zeiten ausgeführt wird, so daß z. B. zuerst der Faden gebildet und dann auf-gewickelt wird, unterscheiden wir zwei Arten von Spinnern: 1) den „Ringspinner"und 2i den „Sclbstspinner". Erstere Maschine erhielt ihren Namen von dem „Ringe",der den Faden beim Spinnen führt, während der Name der zweiten Maschine besagt,daß die Spindel „selbst" (allein) spinnt und keinen Ring dazu nötig hat. Der Ring-spinner (Abb. 251 n. 252) besteht daher im wesentlichen aus einem Verzngssystem A,gebildet aus drei Paar Streckwalzen, einer Spindel 6 und einem Ringe 6. Der Fadenwird durch den „Läufer", die „Mücke" oder die „Fliege" v an die Ringbahn gebunden,er muß den Läufer nachschleppen. Infolge der raschen Drehungen der Spindel, die mitungefähr 8000 minutlichcr Umdrehungen läuft, und des Gewichtes des Läufers erzeugtdieser eine große Reibung auf dem Ringe, wodurch der Läufer in Bezug auf die Spulezurückbleibt und so das Aufwinden ermöglicht. Damit der Faden den Läufer nachschleppenkann, muß er eine gewisse Stärke haben, die ihm nur durch „Draht" erteilt wird. Ausdiesem Grunde eignen sich die Ringspinner nicht für weichgedrehte Schnßgarne und fürdie feineren Gespinste.
Zur Kötzerbildung muß der Ring eine auf und ab gehende Bewegung erhalten.Um beim Abwickeln ein Übereiuandersallen der Schichten zu verhüten, läßt man denWagen U, auf dem die Ringe 6 angebracht sind, sehr schnell heruntergehen, so daßdabei nur wenige, steil ansteigende Wickelungen erzeugt werden, die die Spiralen, diebeim langsamen Steigen des Wagens gebildet wurden, kreuzen und zwei derartigeSchichten gut trennen. Beim Niedergehen des Wagens bildet sich der „kreuzende" oder„trennende Teil", während bei der Aufwärtsbewegung der „bildende Teil" einer Schichthergestellt wird. Diese Bewegungen erhält der Wagen von einem vom Cylinderwcrk -Lgetriebenen Exzenter U durch den Hebel EU und einer über eine Leitrolle I gehendeKette 4, die an einem Sektor U eines Winkelhebels UUiil angreift. Von Schicht zuSchicht muß der Wagen U steigen, um den Kötzer zu bilden. Dieses wird dadurch erreicht,daß eine feststehende Klinke U beim Niedergehen des Exzenterhebels EU ein anf diesemgelagertes Sperrrad 0 um einen oder mehrere Zähne dreht, welche Drehung derTrommel U mitgeteilt wird, an der die Kette 4 angreift. Diese wird auf die Trommel ?von Schicht zu Schicht aufgewickelt, wodurch der Sektorwinkelhebel UEU verschoben undder Wagen U gehoben wird. Auch bei dieser Maschine werden bloß Mädchen beschäftigt,welche das „Ansetzen" oder „Anlegen" gerissener Fäden, das „Abnehmen", d. i. das