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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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322 Die Spinnerei: Wollspinnerei.

heutzutage fast überall abgeschafft und durch die viel besser arbeitenden HcilmannscheuGeradkämmcr ersetzt. Seit 1890 sind es besonders die mit festen Abrcißcylindernarbeitenden Kammer, System Osfermann-Ziegler (Leipzig und Mülhausen i. E.),der auf dem Gebiete des Maschinenbaues weltbekannten Maschincnbaugcsellschaft zu Mül-hausen i. E., welche sich infolge ihrer guten Arbeit, bei der großen Lieferung von 6 —9ü§pro Stunde und Kopf (Maschine) überall Eingang verschaffen. Einen derartigen Kammerstellen Abb. 265 n. 266 dar. Die von den Spulen der letzten Strecke kommenden Woll -bäuder X gehen durch die feststehende Platte 8 unter dem Cylinder 6 durch die Zuführ-cylinder O über das Leitblcch 8 in den Speisekamm 8. Dieser ist beim Kämmen desKopfes gehoben, und die Wolle liegt lose in der Speiseplatte <7, während die beidenZangcnbacken 1.7 geschlossen sind. Das Kämmen des Kopses geschieht durch die Kamm-walze 8. Um ein gutes Auskämmen zu erzielen, sind die Nadeln verschieden geneigt und

eine zwischen zwei Nadel-stäben einfallende Eindrück-schiene X sorgt dafür, daßsämtliche Nnreinigkeiten ansder Masse entfernt werden.Die beim Kämmen des Kop-fes entstehenden „Kämm-linge" werden durch dieBür-stcnwalzc 8, den SammlerLIund den Hacker X als Vließabgenommen, das in derdarunter stehenden Blech-kiste 0 gesammelt wird. Nachdem Kämmen des Kopfesgeht die ganze Zuführungzur Abreißvorrichtung, be-stehend aus der grobgeriffel-ten Oberwalze 8 und derim Wanderleder drehen-den Untcrwalze 8. Zu die-sem Zwecke liegt die ZangeI 7, die Speiseplatte (7 undder Speisekamm 8 auf einemWagen 8, der durch die um8 und 77 drehenden Hebel Vund 7V geführt wird. DieBewegung des Wagens 8 geschieht durch die Kurbel 1, den Pleuel 2, der an der Kurbel 3und durch die Hebel 4 am Toppclhebcl 5 angreift, dessen Bewegung durch die Stange 6dem um 77 drehenden Hebel mitgeteilt wird. Bei der Vorwärtsbewegung des Wagensöffnet sich die Zange 17, der Fascrbart wird von den nun drehenden Abreißcylindern 8 77erfaßt, und dann durch den inzwischen eingefallenen Rückhaltekamm X gezogen. Gleich-zeitig erfolgt die Zuführung, und die Cylinder 8 77 hören auf zu drehen, der Wagengeht zurück, wobei die Fasern der Abrcißcylinder durch den Fixkamm X gezogen undgekämmt werden. Ein Säbel X schlägt inzwischen den ans den Abrcißcylindern 8 8herausstellenden Bart nach unten, um den nachfolgenden Kopf auf den Schwanz desvorhin gekämmten Bartes auslegen zu können. Dieser Säbel geht nach dem Kopskämmcnwieder in die Höhe, und ein zweiter Gegensäbel 2 drückt die Wolle gegen das Wander-leder tz; diesem folgt der Zng, durch die ruckweise bewegten Walzen 7 den Trichter 8und die langsam drehenden Abzugswalzen 9, um in einem Topfe gesammelt zu werden.Ein Einpressen der Wolle in den Trehtops, um möglichst viel Masse darin unterzubringen,geschieht durch den einfachen, genau au die Abzugswalzen hcrangeregelten Trichter 0 vonRuhcr in Mülhauscn (Elsaß ). Die Maschine macht 95 Umdrehungen der Kammtrommcl

264. Molxenstreckc für Wolle (Schnitt).