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Flor- und Schlingengewebe. Krimmer- lind Flockeiislosfe.
iPolschuß) liegt aber auf der rechten Seite in größeren langen, die zusammen wenigstensdrei Viertel der Gewebebreite betragen, flott und bildet als parallele Längenstreifensozusagen Schlauche, die ausgeschnitten werden. Für diesen Zweck wird das fertigeGewebe aus einer Tafel ausgespannt (Abb. 336l und ein eigentümlich geformtes und mitder Schneide auswärts gerichtetes Messer eingesetzt und fortgeführt.
Tchlingengewcbe werden nun aber noch auf andere Weise erzeugt. Zunächst wärendie Frottiergewebe zu nennen. Bei ihnen entsteht die Schleifenbildnng dadurch, das;man zwei Kletten benutzt, deren Fäden einander abwechseln, und eine Kette ist straff, dieandere locker gespannt. Ferner schlägt man nicht jeden eingetragenen Schnß sofort andie Ware an, sondern nähert etwa drei aufeinanderfolgende Schüsse mir bis zu einergewissen Entfernung fctwa 3 — 4om) dem Warenrand. Dann schlägt man aber alle dreiSchüsse zu gleicher Zeit an, wodurch die nur wenig gespannten Kettfäden in Form vonSckleisen aus der Gewebeslächc nach oben und unten hinausgedrängt werden.
Aus diese Weisewerden auch Frot-tiergewebe aus me-chanischen Webstüh-len hergestellt. Manuinß allerdings dannvon der Hanptregel,die für die Kvnstrnktion des mechanischenStuhles maßgebendwar, nämlich die,daß die Lade fürjeden Schnß bis zurselben Stelle nachvorn geht,abweichen.
Die Lade muß nämlieh zweimal nichtganz und beim drittenmal erst vollstän-dig nach vorn gehen.
Schüsse durch geeig- SS6. Aufschneiden des Snints.
nete Mechanismen
die Kurbelstangen, die zur Bcwcgnngsübcrtragnng von der Hanptwelle aus dienen,verkürzt und sie für den dritten Schnß wieder verlängert.
Endlich wäre noch eine Art von Schlingen- oder Florgewcben zu erwähnen, bei derdie Schlingen und der Flor erst durch die Appretur erzeugt werden. Hierher gehörendie Krimmer- und Flockcnstosse. Bei beiden werden zunächst Gewebe erzeugt, beidenen gewisse Schüsse aus der rechten Seite über eine Anzahl von Kettfäden flott liegen.Blau nennt sie Krimmer- oder Flockenschüsse. Die Krimmerschüsse bestehen aus einemMaterial «meistens Mohairgarn), das sich bei dem sogenannten Walkprozcß, der beiStreichgarngewcben zur Herstellung eines Filzes benutzt wird, nicht verkürzt, währendman die anderen Schüsse aus einem sich leicht verkürzenden Material wählt. Wird jetztder fertig gewebte Stoff gewalkt, so geht er in der Schußrichtung ein und die Krimmer-schüsse, die nicht mit eingehen, treten in Form von Schlingen aus dem Gewebe heraus.Die Flockenstoffe werden nach dem Walken noch gerauht, d. h. die Oberfläche wird mitscharfen Zähnen bearbeitet, wobei die Flockenschüsse in der Bkitte durchgerissen werden.Die entstandenen Fadcnendcn treten aus der Gewcbefläche heraus, was durch ein Klopsender Rückseite noch begünstigt wird, und bilden aus dem Gewebe einen Flor.