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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Strickerei und Wirkerei.

Mit Hilfe der Fangmaschine, welche im Jahre 1758 vom englischen LandmannJedediah Strntt erfunden wurde, kauu man natürlich nicht nur Ränderware, sondernauch mannigfache andere Muster, wie z. B. Fangware, Perlfangware, verschobeneund versetzte Fangware u. s. w. herstellen. Es würde jedoch zu weit führen, wolltenwir uns auch mit diesen besonders beschäftigen; nur so viel sei noch bemerkt, daß man

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SS4. Nrctzbtrch für Nrcknmstrr.

z. B. Pateutränderware erhält, wenn man nicht eine rechts abgeschlagene mit einerlinks abgeschlagenen Masche abwechseln läßt, sondern immer zwei rechts und zwei linksarbeitet. Diese Patentränderware ist dann noch elastischer und wird z. B. mit Vorliebezu Kiuderstrumpf-Längen verwendet.

Eine besondere Wichtigkeit hat heutzutage unter den Fangmusteru die sogenannteLinks nnd Links-Ware erlangt, welche beiderseits mir Maschenbogen zeigt unddadurch auf beiden Seiten wie die Rückseite der glatten Knlierware aussieht. Man er-

hält sie, wenn man, wieaus der Abb. 392 ersicht-lich, eine rechts abgeschla-gene mit einer links ab-geschlagenen Reihe wech-seln läßt. Diese erhal-tene Ware zieht sich dannso zusammen, daß dierechts abgeschlagenenMaschen auf die Rück-seite, die links abge-schlagenen aus die Vor-derseite treten, wodurchdas früher erwähnte Aus-sehen resultiert. Man hatheutzutage diese Linksund Links-Ware, derenHerstellung auf Hand-stühlen ziemlich umständ-lich ist, auch auf Strick-maschinen zu erzeugengelernt und nennt solcheStrickmaschinen Linksnnd Links-Strickma-schinen. Auch für Muste-rungen hat man diese

3S6. Prehmustcr.

385. Vreßrüdchen.

Strickmaschinen eingerichtet, und in der Abb. 393 ist eine solche Links und Links-Musterstrickmaschine mit Riemenantrieb abgebildet.

Die zweite Gattung der Kuliermuster, die Preß muster, ^beruhen auf wesentlichanderen Prinzipien; sie wurden in Frankreich zu Anfang des 18. Jahrhunderts erfundenund werden dadurch erzeugt, daß mau manche der kulierten Schleifen nicht zu Maschen ausarbeitet, sondern sie als Henkel stehen läßt. Es geschieht dies dadurch, daß man ander betreffenden Stelle die Nadeln nicht Preßt, so daß also beim Vorbringen der Schleifenan der betreffenden Stelle nicht nur die neue Schleife, sondern auch die alte Masche inden Raum unter die Nadelhaken geschoben wird. Die Presse hat zu dem Behufe (Abb. 394)