Maschinenseilcrei.
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steckt zwischen den Strängen (Abb. 572) nnd verhindert, das; dieselben sich gleich auf eineweite Strecke lose umeinander legen; vielmehr kann daS Schließen nur hinter dem spitzenEnde des Topfes erfolgen nnd wird hier unter kleinen Nachhilfen eines mitgehenden Ar-beiters in Ordnung erhalten.
AuS drei Strängen werden schon tüchtige Taue gedreht; die stärksten Taue oderKabel entstehen aber dadurch, daß man drei solcher drcisträngigen Taue in ein „Kabel"zusammendreht. Ein Kabel enthält also nenn Stränge in drei Gruppen, nnd die Faden-zahl dieser Stränge bestimmt das Kaliber desselben. Für ein Tau von 20 cnu Umfangz. B. erhalten die einzelnen Stränge 37 Fäden, daher befinden sich im ganzen 333 Stücksolcher Fäden.
Nach dem bisher Ge- ^
sagten scheint die Treizahlin der Seilerei eine großeRolle zu spielen, aber allein- ^
herrschend ist sie doch nicht;
man dreht auch Seile aus »70 src. Der Scutopf.
vier Strängen, noch höhere
Zahlen aber kommen wohl kaum in Anwendung. Sobald man indes die Dreizahl ver-läßt, wird eine besondere Maßregel nötig: das Seil muß einen Mittelstrang, eine Seele,bekommen. Drei gedrehte Stränge berühren sich im Innern des Seiles vollständig undlasse» keinen Mittclraum frei; aber schon vier können dies nicht mehr, sie würden einhohles, oder vielmehr, da in die Höhlung sich dvch ein oder der andre Strang eindrängenwürde, ei» nnrundes Seil bilden. Zur Ausfüllung dieses schädlichen Raumes also, undum alle Stränge in gleichweitem Abstände von der Seilachse zu halten, wird ein schwacherMittelstrang eingelegt. Eine vermehrte Haltbarkeit erwächst dadurch dem Seile nicht.
Maschinenseilcrei. In der angeführten Weise und mit so ursprünglichen Hilfs-mitteln ist die Seilerei wahrscheinlich schon im Altertume betrieben worden, wenigstenswerden die damals angewendeten Berfahrennicht viel hinter denjenigen zurückgestandenhaben, denen bis inS 18. Jahrhundert hineindie Aufgabe zufiel, Taue, Seile, Bindfäden,und wie die einfachen Erzeugnisse dieser rohenSpinnerei heißen mögen, für den damaligenBedarf hervorzubringen. Berbesserungcn indem Arbeitsgerät des Seilers sind eigentlicherst zu Anfang dieses Jahrhunderts aufge-treten, und es hat dazu namentlich der hoheAufschwung, den die Seeschiffahrt gegen dasEnde des vorigen Jahrhunderts nahm, bei-getragen, weil dadurch die Fabrikation vonSchiffstanwerk zu einer vermehrten Leistungveranlaßt wurde, der sie, umgeben von demJugendrausch des Maschinenwesens, welcheralle Arbeitsgebiete erfaßt hatte, natürlich auchdurch Maschinen gerecht werden wollte. Es lag in der Natur der Sache, daß England andie Spitze trat, um das Spinnen von Tangarnen auf Maschinen zu bewirken; derartigeMaschinen rühren z. B. von Ehapman in Newcastlc (1799), Huddart, Bates (1831!,Lang i183l), Anthor in Glasgow (1837) her. Da man einsehen lernte, daß die alteArt, die zu einer Litze erforderlichen Fäden sämtlich in gleicher Länge aufzuziehen unddann durch Drehung zu einem Ganzen zn vereinigen, sehr fehlerhaft ist, weil zufolgeder schraubenförmigen Windungen ein Faden eine um so größere Länge haben muß, jeweiter er von der Achse entfernt liegt, so wickelte man die einzelnen Fäden auf Spulen,von denen jede nach Bedarf die nötige Länge hergab. Auf solche Art war unter anderendie Seilipinnmaschine von Hclsingör eingerichtet, das Prinzip aber wurde erst von Huddart,
572. Srildrehen über den Seiltopf.