Englands Äanalbaulcn. Zö
großen Reichtums an Buchten mit anschließenden schiffbaren Flnßstrecken, d. h. seinergünstigen natürlichen Verhältnisse, frühzeitig eine ausgedehnte Binnenschiffahrt, doch warfür deren Ausdehnung tief in das Land hinein die Schiffbarmachung von Flüssen nichtzu umgehen. Derartige Regnliernngsarbeitcn haben bereits auf S. 30 n. 31 Erwähnunggefunden. Im Jahre 1720 erhielt eine Gesellschaft das Recht zur Schiffbarmachung desIrwcll und Mersep. Die ansgesührten Arbeiten bestanden jedoch nur darin, daß an denausgewählten Stellen hölzerne Kastenschleusen angelegt und die seichtesten Stellen derFlnßlänfe etwas ausgetieft wurden. An einigen wenigen Stellen wurden Ladeplätze her-gestellt. Weder eine Begradignng des Flußlauses erfolgte, noch wurden Ziehpsade angelegt.Trotz der schlechten Beschaffenheit der Flnßstrecken bestand die Gesellschaft in rigoroserArt und Weise auf der Erhebung der ihr vom Parlament zugebilligten Gebühren.Die Halsstarrigkeit der Biersey Company, welche dem Herzog von Bridgewater, dem
12. Alter Aarlon-Aqnüdnkt.
Besitzer ausgedehnter Minen, für seinen Gütertransport keine Erleichterungen gewährenwollte, führte zu der Anlegung des Bridgewaterkanals. Wenn auch dieser Kanal nichtder erste in England war, indem bereits im Jahre 1566 John Trew einen solchenangelegt hatte, so gab doch der genannte Kanal erst den Anstoß zu einer ausgebreitetenThätigkeit im Kanalbanwesen. In einem nicht geahnten Maße fand mit einem Schlageeine Ausnutzung der in Englands Boden aufgehäuften Schätze statt, und Drte, diebisher außer aller Berbindung mit der Außenwelt gewesen waren, entwickelten sich inraschem Fluge zu bedeutenden Jndustricpunkten. Muß auch dem Herzog von Bridge-water das Verdienst der Initiative bezüglich seines Kanalprojektes zugesprochen werden,so trugen doch die Leistungen des Ingenieurs James Brindley nicht wenig dazubei, die Aufmerksamkeit der damaligen Welt auf diesen Kanalbau zu lenken. Die inihrer Entwickelung mit Riesenschritten forteilende Jngenieurknnst hat zwar seit derErbauung des, einst als Wunderbau betrachteten, den Kanal in einer Höhe von 12 müber den Jrwell führenden „Barton-Agnädukts" viel großartigere und staunenswertereBauten geschaffen, doch darf bei der Beurteilung der Leistungen Brindleys der bisdahin tiefe Stand des englischen Jngenieurwesens nicht vergessen werden. Bevor