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Seeverkehr und Seehasen. Stadtverkehr.
Die Seehäfen haben sich immer mehr in Kreuzungspunkte des Verkehrs umge-wandelt, von welchen dieser sich in verschiedenen Richtungen abzweigt. Derjenige Hafen,welcher günstig belegen ist und durch seine Ausstattung sowie seine sonstigen Verhältnisseam meisten den Bedürfnissen des Verkehrs Rechnung trägt, wird am leichtesten seineStellung in dem intensiven Wettbclverbe zu bewahren vermögen, und von ihm werdendie meisten Verkehrsradien ausgehen. Diese Radien sind dreierlei Art: Seelinien,Bahnlinien und die Linien der Binnenschiffahrt.
Die eingetretene Steigerung des Seeverkehrs ist eine sehr bedeutende. DiesesAnwachsen ist zu einem Teile der engen Berührung und der steigenden großgewerblichenEntwickelung der die Seeschiffahrt betreibenden Völker zu verdanken, zu einem anderenTeile beruht die Zunahme des Seeverkehrs auf dem Fortschritte im Schiffbau undSchisssmaschinenbau, welcher zu einer ganz wesentlichen und fast stetig fortschreitendenHerabsetzung der Frachtsätze geführt hat. Hierdurch treten neue Warengattungeu in dieZahl der transportfähigen Guter ein, die Transportweite der schon früher in den See-verkehr aufgenommenen Güter, also ihr Absatzgebiet, und damit ihre Menge, wird hierbei
2 S. Straßenverkehr im 18. Jahrhundert (voeto vkaisöl. Nach W. F. JeanieS.
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eine immer größere. Dabei hat sich natürlich auch der Kreis der von der Seeschiffahrtmit Gütern versorgten und der ihr Waren liefernden Länder entsprechend erweitert.
Der im Laufe der Jahrhunderte in den Anschauungen eingetretene Umschwung hatdazu geführt, die Küsten und Flußmündungen in immer vollkommenerer Weise mitLeuchtfeuern und sonstigen Schiffahrtszeichen auszustatten. Die Zeiten, in welchen dieKüstenbewohncr es als ihr gutes Recht betrachteten, ein gestrandetes Schiff als ihreBeute zu erklären, in denen es nichts Ungewöhnliches war, daß falsche Lichter aufgestelltwurden, um Schiffe zum Stranden zu bringen, sie sind dahin, und während früher diestürmische Jahreszeit von den Küstenbewohnern als ihre Erntezeit bezeichnet wurde,sind diese jetzt aus der Wacht, um die Schiffe vor Schaden zu bewahren, und sie wagenihr Leben, um in Not befindlichen Schiffen Rettung zu bringen.
Der Stadtverkehr. Um das von der Berkehrsentwickelung gegebene Bild zu ver-vollständigen, bedarf es einer Schilderung der Entwickelung des städtischen Verkehrs,soweit derselbe sich unter der Benutzung von Personenbeförderungsmitteln vollzieht.Dieser Verkehr hat in der neueren Zeit eine Ausdehnung und damit eine Bedeutunggewonnen, die früheren Zeiten unbekannt war. Im Altertume übten die Anschauungeneinen geradezu lähmenden Einfluß in dieser Beziehung aus. In vielen Ländern, undso besonders im römischen Reiche, war das Fahren auf den städtischen Straßen imallgemeinen verboten. Durch dieses Verkehrsverbot, das in zahlreichen Städten bei der