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Straszenmotoren.
der Steuersäule montiert ist und die Bewegung mittels Kettenrades auf jene Räder über-trägt. Ein unterhalb des Lenkrades angebrachter Hebel gestattet einerseits durch Ver-stellen nach rechts oder links die eine oder die andere Übersetzung einzuschalten, anderseitsbefinden sich an diesem Hebel zwei Handgriffe, durch welche der Zufluß der Luft und derZufluß des Gases zum Motor geregelt werden können. Dicht unter dem vorerwähntenHebel befindet sich noch ein kleinerer zur Einstellung und Regelung des Kontaktes aufVor- und Nachzündung. Den oberen Abschluß der Steuersäule bildet ein elektrischesLäutewerk, das sich durch einen leichten Druck in Thätigkeit setzen läßt.
Die Ingangsetzung des Motores erfolgt vom Wagensitze aus, indem man den Motormittels eines Schaltwerkes durch ein paar Hebelhübe anratscht; um dies etwas zu erleichtern,drückt man zugleich mit dem Fuße auf einen kleinen am Boden befindlichen Hebel, wo-durch der Gegendruck im Eylinder vorübergehend aufgehoben wird, so daß die Gase freienAbzug haben. Während der Fahrt ruht die eine Hand aus dem Lenkrade, während dieandere die Geschwindigkeit regelt; nachdem die gewünschte Fahrgeschwindigkeit erzielt ist,wird letztere Hand wieder frei. Will man plötzlich halten, so rückt man zunächst die Kupp-
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lung aus, wodurch gleichzeitig die Zündung unterbrochen wird, so daß der Motor keineArbeit mehr verrichten kann; außerdem stehen aber noch zwei Fußbremsen zur Verfügung,eine Brandbremse für die Hinterachse und eine auf die Räder wirkende Blockdremse.Unter dem Postsitze sind der 20—25 I fassende Benziubehälter, sowie die zur Zündungerforderlichen Akkumulatoren und der Induktor untergebracht. Der Wasserbehälter, einvollständiger Rippenkörper, befindet sich vorn vor dem Postkasten, verdeckt durch einenbronzenen Reichsadler. Eine von der Motorwelle angetriebene kleine Zentrisugalpumpesaugt das heiße Wasser vom Cyliuderkopse her und bewirkt dessen Zurücksührnng durchlange mit Rippen versehene Kupferrohre zum Kühlbehälter. Der Wagen ist 3,« in laug,1 , 2 L in breit und 1,w in hoch; er kann mit 7 Zentnern belastet werden und erreicht einegrößte Geschwindigkeit von 25 üin in der Stunde.
Einen von der Daimler Motoren-Gesellschaft erbauten Motorsrachtwagen veran-schaulicht Abb. 49. Solche Geschäftswagen werden für den Transport einiger hundert Kilound mit einer Tragfähigkeit bis zu 5000 erbaut. Das Eigengewicht eines der-artigen Wagens beträgt 3300 üp;, so daß das Gesamtgewicht 8300 üx ist. Zur Fort-bewegung eines solchen Wagens ist ein Daimler-Motor von zehn Pferdestärken erforderlich.Für eine Stunde und eine Pserdekrast werden nach den bisherigen Erfahrungen 0,saBenzin verbraucht.
Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß die neue Erfindung, Lust zu verflüssigen, auch fürden Betrieb von Motorwagen und Motorrädern Verwendung finden wird.