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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Stuhlschienen. 155

stehen. Abb. 181. zeigt die Befestigungsart der prenstischen staatsbahnen. Die tlnterlags-platte besitzt hier eine Anflagernngsfläche von 16X19 cni ^ 304 gern, was eine guteDrnckvertcitnng aus die schwellen ergibt. Durch die Schrügstelluug der Schienen wird einebessere Führung der Räder im Meise und ein ruhigerer Gang der Fahrzeuge gesichert svcrgl.Abschnitt „Wagen"), auch widerstehen hierbei die schienen besser dem Kippen. Wo maukeine Unterlagsplattcu mit schräger Fläche verwendet, müssen die hölzernen Lnerschwellenunter dem Schienenfuß durch Hobeln oder „Kappen" schräg ausgearbeitet ^gedcxeltj sein,während eiserne Qnerschwellen au beiden Enden entsprechend gebogen werden. Von manchenSeiten wird übrigens dieser schiencnlage kein Wert beigemcsscu. so ist z. B. die früherhierfür bestehende Vorschrift in den „Normen sür den Bau der Eisenbahnen Deutschlands "seit 1892 in Fortfall gekommen Dennoch sind senkrecht gestellte Schienen bis jetzt selten«Kleinbahn Kirchlengern-Wallücke).

E) , D

ist. Laschcnvertnndnns der prrnlsischen Kiaatsbnhnrn.

Der Stil hlsch jene II- Oberb au ist iu England nahezu alleinherrschend. Auch inFrankreich wird er vielfach benutzt. In Deutschland sind seiner Zeit umfassende Versuchedamit angestellt und längere Strecken, ivie z. B. auf der Potsdam - Magdeburger Bahn,mit ihm belegt worden. Man wählte hier aber zu leichte Stühle, auch trat ein häufigesLockerwerden der Schienen ein, so daß sich dieser Oberbau bei uns keines guten Namenserfreute. Vor wenigen Jahren hat dann wieder die Badische Bahn und die Eisenbahn-Direktion Hannover Versnchsstrecken mit dem schweren Oberbau der Midlandbahn belegenlassen. Die Versuche sind noch nicht abgeschlossen. In England und in Frankreich hatman jedoch die besten Erfahrungen mit diesem Oberbaugemacht. Bei ihm werden die Schienen in den Stühlendurch prismatische Keile aus hartem, mit Kreosot getränktemHolze gehalten. Schon Locke hatte sie seit etwa Mitteder 30 er Jahre verwendet, zuerst aus der Liverpool-Man-chester Bahn. Das von ihm damals angegebene Verfahren,sie vor ihrem Verlegen aus kräftigen Wasserdruckpressen ineisernen Formen stark zusammenzudrücken, um sie zwecksleichteren Eintreibens in die Stühle auf thunlichst gleicheGestalt zu bringen, wird heute noch in England allgemeingeübt. Scharf zwischen Stuhl und Schiene eingetrieben,sichern diese Keile deren Lage, zumal in feuchtem Klima.

Gewöhnlich liegen sie an der Außenseite der Schienen, sodaß die Seitenstöße der Räder durch das elastische Holzaufgefangen werden.

Abb. 132 zeigt einen neueren Schienenstuhl. SeineAuflagerfläche ist beträchtlich, 33X16 cm ---- 528 gcin, liefert also eine sehr gute Druck-verteilung. Dabei wird er recht kräftig ausgeführt und wiegt auf den verkehrsreichen eng-lischen Hanptlinien über 20 stust einzelne Bahnen verwenden seit 1896 bis 25,4 stx schwereStühle. Man vergleiche damit die 11 ÜA schweren Stühle der Magdeburg -Potsdamer Bahnoder die 4 bis 4,8 st^ schweren Stühle der Nürnberg-Fürther Linie oder auch die englischenStühle vom Jahre 1832, welche nur 6 Gewicht besaßen, um die neuen Fortschritte auchauf diesem Gebiete recht zu würdigen. Beachtet man nun, daß auf den englischen Bahnen seitvielen Jahren schon die Ouerschwellen aus nordischem Kiefernholze hergestellt — 9 ^ 2,74 inlang genommen — und eng verlegt sind, daß sie infolge der hohen Stühle gut mit Bettungüberdeckt sind, also verhältnismäßig fest in dieser liegen, daß ferner die Schienen schwer

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132 . SchirnenNuhl der Londoner Ilirtergrundbahnen.