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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Wirkungsweise eines Stellwerks.

wenn alle Vorbedingungen im Stellwerk erfüllt sind, also alle Snerstücke der Weichen-hebel richtig liegen, die Verriegelungen entsprechend eingeschaltet sind n. s. w. In einemwichtigen Punkte ist aber das Stellwerk grundverschieden: Alle nicht harmonierendenHebelgruppierungen sind ausgeschlossen. Ein mit dem Bahnbetrieb nicht Vertrauter kannzwar die Hebel umstellen, er wird aber niemals solche Gruppierungen znstandebringen,die in dem Stellwerksbezirk den Zusammenstoß zweier ein- oder ausführenden Züge imGefolge haben. Wohl wird er arge Zugverspätungen und sonstige Betriebsstörungen ver-anlassen, aber keine eigentliche Gefahr für die Züge, da er deren Fahrsignal eben nurdann zu ziehen vermag, wenn alle betreffenden Weichenhebel richtig liegen.

Auf die Einzelheiten der etwas verwickelten Banart dieser in verschiedener Weiseangeordneten Stellwerke kann hier nicht eingegangen werden, da sie nur an der Handvon nicht gerade einfachen technischen Zeichnungen klar zu legen sind und sie außerdemauch wohl nur den Fachmann interessieren dürften. Dagegen sei die allgemeine Anord-nung und Wirkungsweise eines Stellwerks hier kurz geschildert.

298. StrUwerkhans des Fropfüalinhofcs Cannori Streck in London .

Sämtliche Standsignale und Weichen eines Bezirks werden von einem gemeinsamenRaume aus gestellt, der, um dem Wärter eine gute Übersicht über die Gleisanlage zu er-möglichen, reich verglast und über den Schienen erhöht angeordnet ist, weshalb er auchWeichen- oder Signalturm genannt wird. Die Weichen und Signale sind entweder durchein eisernes Gestänge (Gasrohr oder j_j-Eisen), oder auch durch einen doppelten Draht-

zug mit je einem Handhebel im Weichentnrm verbunden. In Amerika und England ziehtman Gestänge vor, in Deutschland neuerdings Toppeidrahtzüge. Das Verstellen dieser Hebelerfordert ziemliche Kraftanstrengung (15—40 üa). Bei den Weichen sind nicht nur diemehrere Zentner schweren Weichenznngen auf ihren (gefetteten) Unterlagen zu verschieben,sondern auch das oft bis 200 m lange und mehrfach in Winkel abgelenkte (durch Rollenoder Kugeln abgestützte) Gestänge von der Weiche bis znm Stellwerke oder statt dessendie lange straff gespannte doppelte Trahtleitnng. Bei den Signalen ist ein Flügel, oftmit einer Vorsignalscheibe, Ricgclrolle und eine manchmal bis 1200 in lange Traht-leilnng zu bewegen.

In England nimmt man die Stellhebel nach Art der Abb. 299 etwa 2(/g in lang,in Deutschland zieht man jetzt die in Abb. 300 n. 301 gezeichnete Hebelform vor. Sie

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