Tie Regulierung des Eisernen Thores. 435
katarakts mit riesenhafter Arbeit ein Kanal in einer Länge von 3,2 lein bis dahin ge-graben, wo der Katarakt aufhört. Noch weise» Inschriften aus die von den Römernan dieser Flugstrecke vollbrachten Thaten hin. Tie Jetztzeit, mit ihren machtvollen nndausgebildeten technischen Hilfsmitteln hat sich daran gewagt, die hier von der Natur demVerkehr gesetzten Schranken zu beseitigen. Tie Arbeit unserer Tage hat sich deshalbnicht wie in der Römerzeit auf das eigentliche Eiserne Thor beschränkt, sondern man hatsich kühn an die Felsbänke Kozla, Tojke nnd an die Katarakte Jslas nnd Tachtalia heran-gewagt, und in den beiden letzteren, 1800 m langen Felsriffen Kanäle eingearbeitet. DieHaupthindernisse galt es bei der Grebenspitze aus dem Wege zu räumen. Der Greben-berg bildet unterhalb des Kataraktes Tachtalia eine Biegung gegen Lsten und sprang hierhoch und mächtig in das Tonaubctt vor. Vierhundert Meter von dein entgegengesetzten Uferversank sein steiler, keilförmiger Fuß in den Fluten, um sich unten im Strombett fort-zusetzen. Bei mittlerem Wasserstande zeigte sich in der Donau ein abgeplatteter Fels,
440 . Nie Ncgnlirrring drs Eisernen Thores: Anshrbrrng des Kanals.
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Vrany genannt, der den Fluß auf 220 nr einengte. Hier war im Laufe der Jahr-tausende ein verderbenbringender Strudel von 50 m Wassertiefe entstanden. Um dieÜbelstände zu beseitigen, wurde die Grebennase durch Sprengung von 400 000 obm Ge-stein abgeschnitten und unmittelbar hinter dem Bergrücken zur Einengung des Strombettesein 6203 in langer Steindamm gezogen. Unterhalb dieser Hemmnisse galt es eine dieDonau bei Lrsova durchquerende Felsbank zu beseitigen. Tie Schiffahrtshindernisse desalsdann beginnenden eigentlichen Eisernen Thores bestehen in unzähligen, im Flußlaufvorhandenen Klippen, über welche sich die Fluten Hinwegstürzen. Durch diese außer-ordentlich gefährlichen Riffe konnten die Schiffe, von geübten Piloten gelenkt, nur dannhindurch gelangen, wenn ein bestimmter Wasserstand vorhanden war. Diese Hemmnissekonnten nur durch Einschneiden eines Kanals beseitigt werden, welchen die beigefügteAbb. 440 in dem Herstellungsstadium zeigt. Einunddreiviertcl Millionen KubikmeterFels waren zu beseitigen, davon 700 000 ebne unter Wasser, zu welchem Zwecke be-sondere Maschinen ersonnen und erbaut werden mußten, eine Ausgabe, die von derBraunschweiger Firma Luther glänzend gelöst wurde. Tie Kosten dieses gewaltigenUnternehmens belaufen sich bis jetzt aus 18 600 000 Gulden. Der Leiter der Arbeitenwar der Ingenieur Bela von Gonda. Bis jetzt sind die Arbeiten noch nicht zu einemguten Ende geführt, und es wird auch weiterhin noch mancher Anstrengung bedürfen, bis
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