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Schiffbau.
man beim Holzschiffbau sich fast ausschließlich mit Handarbeit begnügen konnte, da dieBearbeitung und Zurichtung der Hölzer mit dem Beil bezw. Dechsel leicht ausführbarwar, so mußte man für die Bearbeitung der Eisen- bezw. Stahlmaterialien, als Bleche,Winkel- und Profileisen, Arbcitsmaschiuen zu Hilfe nehmen. Die Herrichtuug der einzelnenBauteile bis zum Einbau aus der Helling erstreckt sich auf das Beschneiden und Behobelnder Bleche und Winkel auf richtiges Längen- und Breiteumaß, die Herstellung der Niet-löcher, um die einzelnen Schiffsteile mittels Nietung zu verbinden, sowie auf die ver-schiedenen Arbcitsausführungen, um den Blechen und Winkeln eine der Schiffsformentsprechende Krümmung oder Biegung zu geben.
Zum Beschneiden der Bleche und Winkel dienen solid gebaute Blech- und Winkel-scheren, zum Behobeln der Bleckikanten im besonderen der Anßcnhautplatten besondere
Kautenhobelmaschiuen, während dieNietlöcher in den Blechen und Win-keln durch starke Lochwerke oderBohrmaschinen hergestellt werden.Ta beim Schiffbaustahl das Materialbeim Lochen insofern leidet, als sichum das Loch eine Zone von wesent-lich festerem, aber dafür spröderemMaterial bildet, so daß bei größererBeanspruchung die Platten, von denRändern der Nietlöcher anfangend,reißen, so Pflegt man die Stahlblechemit einem um 3 bis 4 nriu kleineren
680. Kompoütüan.
Stempel zu lochen und nachher aufden richtigen Durchmesser auszu-bohren, so daß hierdurch das imUmfang der Löcher befindliche sprö-dere Material entfernt wird. Beiden Nietlöcheru mit versenkter Nie-tung wird das Ausbohren meistunterlassen, und man beschränkt sichdarauf, die Versenkung des Loches
dem Stanzen zu bohren. Hier-zu dienen besondere Versenkbohr-Maschinen.
Ta es nicht immer möglich ist,alle Nietlöcher in den Platten undWinkeln schon in der Werkstatt zu
lochen bezw. zu bohren, es überdies zum genauen Passen der Löcher übereinanderwünschenswert ist, die Löcher erst nach dem Anpassen der Bauteile auf der Helling her-zustellen, so hat man neuerdings vielfach transportable elektrische Bohrmaschinen beimSchiffbau mit gutem Erfolg verwandt, im besonderen beim Bohren der Löcher in Panzer-decks u. s. w. Die Bohrmaschinen werden teilweise durch Halter oder durch Elektro-magnet an dem Arbeitsstück festgehalten (Abb. 681).
Bei den Stahlwinkeln wird diese Arbeitsweise nicht notwendig, wenn dieselbe nachdem Lochen noch auf Rotglut, wie zum Biegen der Spanten erforderlich, gebracht werden.Erhalten die Spanten jedoch erst nach dem Biegen in die Spantsorm Nietlöcher, sowerden dieselben meist gebohrt.
Eine besondere Sorgfalt und Geschicklichkcit erfordert die Bearbeitung der Blecheund Winkel im rotwarmen Zustande, um sie in die mannigfachsten gekrümmten Formenzu bringen. Hierher gehört vor allem das Biegen und Schmiegen der Spautwinkel,welche von den Hüttenwerken in geraden Stangen mit winkelrechteu Flanschen bezogenwerden. Ta der eine Flansch der Spanien , ähnlich wie die hölzernen Spanten beim