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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Marine-Artillerie: Rohrkonstrnktion der Geschähe.

Der Ladmigsraum der Geschützbohrung nimmt das Geschoß und die Pnlverladungmit entsprechendem Spielraum auf und ist entweder cylindrisch oder konisch geformt; imletzteren Fall geht er direkt in den gezogenen Teil des Rohres über, im ersteren ist derÜbergangskonus eingeschaltet. Er gliedert sich in den vorderen, engeren Geschoßranmund den Hinteren, weiteren Kartuschraum. Der Geschoßranm erhält bei der Kupferführnngmeist flache Züge und wird durch den Führungsring des Geschosses beim Laden vomVerbrennung-raum möglichst gasdicht abgeschlossen.

Die Rohrkonstrnktion der Schiffsgeschütze ist durchweg eine künstliche Metallkonstrnk-tion, da ein massives Rohr nicht im stände sein würde, den gewaltigen Druck der Pulver-gase von 2000 Atmosphären und mehr auszuhalten. Denn die inneren Schichten derRohrwandung erfahren bei dem plötzlich auftretenden Gasdruck eine größere Beanspruchung

732 . All,,weise der Kchnellfruerkanone».

» Kcrurohr, >> Kernrohr und Hinterstiick, o Kernrohr, Hinleislllik und N-Rohr, ck Kernrohr mit einer Rtngloge,e Kernrohr mit 3 N-Rohren, k Kernrohr mit L Ringlagen, g fertiges Rohr.

und stärkere Ausdehnung als die äußeren Teile des Rohres, und eine Vergrößerung derWandstärke des Rohres allein hat keine nennenswerte Zunahme der Widerstandsfähigkeitdes Rohres zur Folge. Um nun die inneren Schichten der Rohrwandung zur Aufnahmedes hohen Gasdruckes fähig zu machen, sucht man das Seelenrohr durch einen bedeuten-den Druck von außen gewissermaßen unter Druckspannung zu versetzen, welche dann beidem plötzlich auftretenden Gasdruck erst bewältigt werden muß, ehe die Wandung desSeelenrohres auf Zug beansprucht werden kann. Man erreicht dies durch Aufziehen vonwarmen Ringen auf das Kernrohr. Durch das beim Erkalten der Ringe entstehendeSchrumpfmaß entsteht dann ein Druck auf die Wandung des Kernrohres, welcher durchRechnung genau vorher bestimmt werden kann. Setzt man nun diese Bauweise durchAufziehen weiterer Ringe derart fort, daß jeder äußere Ring auf den inneren einen be-stimmten Druck ausübt, so kann man die Widerstandsfähigkeit des gebauten Rohres be-deutend steigern, da durch diese Anordnung die Beanspruchung der einzelnen Ringschichten

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