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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Lchifsspcuizem Compoundplatten. Nickclslahlplatten.

Presse» ausgeschmiedct. Das Ausschuüedcn erfordert bei Tag- und Nachtarbeit acht biszehn Tage. Ist die Platte auf Maß beschnitten, so erfolgt das Härten durch Eintauchender angewärmten Platte in ein kaltes Ölbad. Nach dem Härten wird die Platte noch-mals angewärmt und allmählich erkalten gelassen.

Vom Jahre 1890 an begann nun ein neuer Aufschwung in der Panzerplatten-sabrikation durch die Einführung des Nickelstahls. Ein Zusatz von Nickel zum Stahlbrachte nicht allein eine bedeutende Steigerung der Festigkeit mit sich, sondern erhöhteauch die Dehnung des Materials wesentlich, so daß die Gefahr des Reißens der Plattenwesentlich herabgemindert wurde. Ferner konnte beim Nickelstahl der Härtcprozeß fürdie Außenfläche des Panzers derart gesteigert werden, daß dieselbe eine diamantharteOberfläche erhielt. Tresidder in England nahm ein Patent auf Härten von Nickel-stahlplatten durch Abschrecken mit Hilfe von zahlreichen Wasserbransen unter hohem Druck.

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Hierbei ist die Gewalt der Wasserstrahlen so groß, daß sie den auf der heißen Plattesich entwickelnden Tamps dnrchdringen und die ganze Oberfläche der Platte benetzen.Harvey in Amerika erzielte dagegen die Härtung der Homogenstahlplatte auf der Stirn-fläche durch einen Zementicrprozeß. Hierbei wird die fast fertig bearbeitete Platte ineinem großen Gasofen auf einen Wagen ruhend gebracht, auf der oberen Fläche mitHolzkohlcnstanb oder einer dicken Schicht Tierkohle bedeckt und dann auf eine Dauer biszu 14 Tagen einer Glühhitze von 1200° 0. ausgesetzt. Hierdurch geht der Kohlenstoffin die oberen Schichten der Platte über und gibt dieser eine größere Härte als derunteren Schicht. Die Härteschicht erhält eine Dicke von 5 bis 15 mrn und geht allmählichin die weiche, Hintere Lage über. Da der Zementstahl durch den Zementicrprozeß eingrobblätteriges, krystallinisches Gefüge erhält, so werden die Platten nach dem Zementierenausgeglüht und durch ein Ölbad vergütet. Für Nickelstahl ist nun das Zementieren in-sofern günstiger, als die Härtung tiefer in die Platte eindringt. Neben dem Harvey-Verfahren hat nun neuerdings nach dem Vorgang von Schneider in Crenzot die Ver-wendung von Leuchtgas anstatt Kohlenstaub allgemeinen Eingang 'gefunden, da dasLeuchtgas bei starker Erhitzung seinen Kohlenstoff in feinster Teilung abscheidet, welcher