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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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736 Schiffbau.

liegendem Torpedo übt das Pendel keine Wirkung aus. Steuert der Torpedo nach unten,so schwingt das Pendel nach vorn und bewegt das Hintere Horizontalruder nach oben,steigt der Torpedo nach oben, so geht das Pendel nach hinten und dreht das Horizontal-rüder nach unten. Tcr Tiefenregnlator ist daher bestrebt, den Torpedo in die richtigeTiesenlage zu bringen, während das Pendel dahin wirkt, diese Tiefenlage in möglichsthorizontalem Laus beizubehalten. Später hat Whitehead die Bewegungen des Tiefen-regulators und des Pendels miteinander verkuppelt. Tie resultierende Bewegung wirddann einem Berteilnngsschieber, einer Steuermaschine, mitgeteilt, welche mit Preßluftarbeitet und deren. Kolben ein am Schwanzende gelagertes Horizontalruder bethätigt.Auf diese Weise wird die Wirkung des Tiefenapparates verstärkt und der Ruderausschlagvergrößert. Tie Wirkung vom Tiefenregulator und Pendel ergibt sich aus neben-stehender Abbildung. Läuft der Torpedo zu tief, so wird die Bentilplatte nach hintenbewegt. Tie Stange t dreht dann den Hebel u um a nach hinten. Die am Ende desHebels in o angreifende Steuerstange K wird hierdurch gleichfalls nach hinten geschobenund bethätigt die Stenermaschine derart, daß die Kolbenstange § das Ruder nach oben

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758 . Srotl/erliood-Waschine für Torpedos. Nach „Engineertnfl".

dreht. Hierdurch wird der Torpedo nach oben steuern. Infolgedessen bewegt sich dasPendel nach hinten. Während dieser Bewegung bleibt der Tiefenregulator und dem-entsprechend die Stange t stehen, und nunmehr bildet k den Drehpunkt des Hebels.Durch die Bewegung des Pendels nach hinten wird nun auch a nach hinten verschoben,der Angriffspunkt o der Stenerstange muß demnach sich nach vorn bewegen und schiebtdie Steuerstange s gleichfalls nach vorn, was zur Folge hat, daß auch § nach vorn gehtund das Ruder nach unten dreht. Tie Wirkungen des Tiefenregulators und des Pendelswirken daher entgegengesetzt und gleichen sich allmählich aus, so daß der Torpedo langsamin die vorgeschriebene Tiefe steuert und sich in derselben erhält.

Da beim Lancieren des Torpedos vom Schiff aus das Pendel infolge seiner Trägheitrelativ zum Torpedo sich nach hinten bewegen und dementsprechend das Ruder nach untenstellen wird, wodurch der Torpedo eine große Tiefenlage annehmen würde, so wird dasPendel beim Lancieren zunächst arretiert und erst freigegeben, wenn der Torpedo einemöglichst horizontale Lage angenommen hat.

Allmählich steigerte Whitehead die Preßluft auf 90 Atmosphären und verwendeteeine dreicylinderige Brotherhood-Maschine bis zu 70 Pferdestärken. Tie Ingangsetzungder Maschine erfolgt durch den Ofsuungshebel, welcher beim Vorwärtstreiben des Torpedosim Torpedolancierrohr gegen den Öffnuugshaken stößt, nach hinten umgelegt wird und