Band 
Zehnter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Zweiter Teil: Geistiger Verkehr.
Seite
30
JPEG-Download
 

30

Posten und Postwesen.

auf 6983 gestiegen und der Postversendungsverkehr auf 306 Millionen Gegenstände an-gewachsen. Die Summe aller Einnahmen belief sich auf 15 163 000 Mark, die derAusgaben auf 12 009 000 Mark.

Die Entwickelungsgeschichte der Posten und deren Einrichtungen in Belgien ,Luxemburg, Portugal, Dänemark, Schweden, Norwegen, Griechenland ,Rumänien, Bulgarien und Serbien bietet keine besonders bemerkenswerten Momentedar; der Vollständigkeit und des Vergleichs wegen stellen wir jedoch für diese Staateneinige den Umfang ihres Postverkehrs kennzeichnende Daten hier zusammen.

In Belgien bestanden 1898: 973 Postanstalten und waren 7617 Briefkastenvorhanden. Das Postpersonal zählte 6479 Köpfe. Sendungen wurden im ganzen504 Millionen Stück befördert, worunter sich 144 Millionen Briefe, 53 Millionen Post-karten, 289 Millionen Drucksachen, Zeitungsnummeru, Geschäftspapiere und Warenproben-sendungen, 3 388 000 Postanweisungen, 8 817 000 Postaufträge, 4 658 000 Pakete und450 000 Briese mit Wertangabe befanden. Die Einnahmen erreichten die Höhe von18 169 000 Mark, während die Ausgaben auf 10 180 000 Mark zu stehen kamen.

In Luxemburg wurden 1898 bei 76 Postanstalten im ganzen 14 162 000 Sen-dungen expediert, darunter 4 776 000 Briefe, 2 617 000 Postkarten, 6 379 000 Druck-sachen, Zeitnngsnummern, Geschäftspapiere und Warenprobensendungen, 342 000 Post-anweisungen, 115 000 Postaufträge, 507 000 Pakete und 11 000 Briefe mit Wertangabe.Briefkasten gab es 579. Im Post- und Telegraphendienste waren 495 Personen thätig.Die Einnahmen bezifferten sich aus 1 222 000 Mark, die Ausgaben auf 1 201 000 Mark.In diesen Beträgen sind die für die Telegraphie mit enthalten.

Portugal mit den Azoren und Madeira zählte 1897: 2393 Postanstalten,5303 Briefkasten und 60l8 im Post- und Telegraphendienste beschäftigte Personen. ZurBeförderung gelangten 62 Millionen Postgcgenstände; davon waren 28 Millionen Briefe,7 821 000 Postkarten, 25 663 000 Drucksachen, Zeitnngsnummern, Geschästspapiere undWarenprobensendungen, 219 000 Postanweisungen, 194000Postausträge, 222 000 Pakete,33 000 Briefe mit Wertangabe. Die Einnahmen aus dem Post- und Telegraphenwesenbetrugen 5 727 000 Mark, die Ausgaben 4 592 000 Mark.

Dänemark mit den Faröer besaß 1897: 845 Postanstalten und 9945 Brief-kasten. 5872 Personen waren in Thätigkeit, um 68 760000 Briefe, 5 316 000 Post-karten, 8l 981000 Drucksachen, Zeitungsnummern, Geschäftspapiere und Warenproben-sendungen, 2 390000 Postanweisungen, 2 980 000 Pakete und 862 000 Briefe mitWertangabe postalisch zu behandeln. Vereinnahmt wurden 8167000 Mark, verausgabt7 431 000 Mark.

Schweden hatte 1898: 2485 Postanstalten und 4712 Briefkasten. Das Personalbestand aus 7112 Beamten und Unterbeamten. Zur Versendung gelangten 80 557 000Briefe, 9 366 000 Postkarten, 128 398 000 Drucksachen, Zeitungsnummern, Geschäfts-papiere und Warenprobensendungen, 2 301000 Postanweisungen, 416 000 Postansträgeund Nachnahmebriefe, 1 264 000 Pakete und 1 645 000 Briese mit Wertangabe. DieEinnahmen stellten sich auf 11 859 000 Mark, die Ausgaben aus 10 836 000 Mark.

In Norwegen waren 1898: 2190 Postanstalten und 3249 Briefkasten vor-handen. Die Zahl der Postbediensteten betrug 3439. Unter den 101 266 000 mit denPosten beförderten Gegenständen befanden sich 39 571 000 Briefe, 4 269 000 Postkarten,54 121 000 Drucksachen, Zeitungsnummern, Geschäftspapiere und Warenprobensendungen,327 000 Postanweisungen, 2000 Postausträge, 648 000 Pakete, 2 328 000 Briese mitWertangabe. Eingenommen wurden 4997000 Mark, ausgegeben dagegen 4 648000 Mark.

In Griechenland gab es 1897: 362 Postanstalten und 580 Briefkasten. DasPersonal bestand aus 963 Post- und Telegraphenbeamten. Expediert wurden 9 131 000Briefe, 288 000 Postkarten, 8 825 000 Drucksachen, Zeitungsnummern, Geschäftspapiereund Warenprobensendungen, 77 000 Postanweisungen, 154 000 Pakete. Die Einnahmenberechneten sich auf 3 241 000 Mark, die Ausgaben aus 2 048 000 Mark. In diesenBeträgen sind die für die Telegraphie mit enthalten.