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Zehnter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Zweiter Teil: Geistiger Verkehr.
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Posten und Postwesen.

port der Postsachen vorzugsweise durch Schiffe und reitende Boten. Die Zahl der Ver-bindungen ist gering. So verkehren auf dem Ainazvnenstrom die Dampfschiffe nur fünfmal im Monat; andere Binnengewässer werden noch seltener durch Schiffe befahren. Inden kultivierteren Gegenden ist durch Postanlagen snr die Bedürfnisse des Verkehrs inausreichender Weise Sorge getragen. Brasilien zählte 1893 im ganzen 2826 Post-anstalten, von denen auf die 2 888000 girm enthaltende, aber sehr schwach bevölkerteProvinz Amazonas nur wenige entfielen. Die Gesamtzahl der Sendungen belies sich aus43 Millionen. In Argentinien , wo die Postbeförderungsverhältnisse günstiger sindals in Brasilien , wurden im Jahre 1897 192 Millionen Postsendungen verschickt und1716 Postanstalten unterhalten. Uruguay hatte im gleichen Jahre 638 Postanstaltenund einen 15 ^ Millionen Sendungen umfassenden Postverkehr.

28. Kchwimmcndrr Kurier in Peru mit Kopfbund, in dem die Sriefe untergebracht lind.

In Australien hat sich das Postwesen in der Neuzeit sehr vervollkommnet. DieKolonie Viktoria hatte 1897 schon 1604 Postämter und 2997 Verkaufsstellen für Post-wertzeichen. Das Personal zählte 4643 Köpfe. Auf den Postknrsen wurden 12 MillionenKilometer, davon beinahe 7 Millionen auf Eisenbahnen zurückgelegt. Znr Versendungvon Postsachen nach Europa boten alle 14 Tage Dampfschiffe Gelegenheit, welche dieFahrt nach London in 30 bis 33 Tagen machten. Die Zahl der Postsendungen beliessich auf 98 Millionen. Die Einnahmen erreichten die Höhe von 690000 Pfd. Sterling,wogegen die Ausgaben sich auf 497 000 Pfd. Sterling stellten.

In Neusüdwales waren 1897: 2050 Postanstalten und 3363 Briefkasten vor-handen. Das Post- und Telegraphenpersonal bestand aus 5869 Beamten und Unter-beamten. Die Länge aller Postkurse betrug 55462 üin, davon kamen 4430 aus Eisen-bahnen, 1326 aus Dampfschiffe. Postsachen wurden 131 Millionen Stück befördert,darunter befanden sich 503000 Postanweisungen und 1076000 Stück Postnoteu.

Queensland zählte 1892: 951 Postanstalten mit einem Personale von 2308Köpfen. Die Postkurse hatten eine Gesamtlänge von 44600 Icm, von denen 3750 aufEisenbahnen entfielen. Znr Versendung gelangten 30 Millionen Bricssendungen,119000 Postanweisungen, 106 000 Postnoten. Die Einnahmen betrugen 135 000 PfundSterling, die Ausgaben 201000 Pfund Sterling.