329
Vermögens-, Erwerbs- undEinkommenssteuerWirthschaftsabgabeMilitärpflichtersatzHundSabgabeStempelabgabeHandelsklassensteuer
1840.
1843.
1847.
Frkn. Rp.
Frkn. Rp.
Frkn.
223941 63
220272 32
326620
104465 62
102372 14
96363
31441 73
31433 57
31866
7293 58
7202 7
6118
33616 5
34270 52
34370
34653 31
38147 34
41598
Stift.
1848.
1849.
Rp.
Frkn. Rp.
Frkn.
Rp.
17
331153 79
327215
13
1
97051 63
95757 87
15
40574 51
72249
8
80
6118 54
6191
6
89
35816 15
36101
94
21
41692 28
42047
22
Die alt ehrwürdige Institution des Chorherrenstiftcs zum Großmünster, die im Laufe langerJahrhunderte durch Vergabungen an Häusern, Höfen und Gefallen bereichert worden war, wurdewie bekannt bei der Reformation durch freiwilliges Entgegenkommen des Stifts und Uebernahmegrößerer Leistungen in Kirche und Schule von Seite der Chorherren vor der Auflösung bewahrtund behielt wenigstens ihre ökonomische. SelbststaNdigkeit, freilich unter der Oberaufsicht der Regie-rung, bis auf unsere Zeiten herab bei. Im Jahr 1832 indeß wurde das Stift als solches auf-gehoben und nur das Vermögen desselben blieb unter dem Namen Stiftsfond als ein abgesondertesGut fortbestehen, das unter der Oberleitung der Stiftspflege von dem Stiftsamtmann verwaltetwurde. Das Jahr 1848 brachte aber auch dem letzten Rest der alten Herrlichkeit, dem Stiftsfond,den Todesstoß, indem der Große Rath durch ein Gesetz vom 3. Oktober denselben dem unmittelbarenStaatsgut einverleibte und dem Staat dagegen alle Auslagen für das höhere UnterrichtSwesenüberband. Zur Zeit der Uebergabe des Fonds an die Domänenverwaltung im Ansang des Jahres1849 bestand derselbe in 1091116 Frkn. 69 Rp., der Assekuranzwerth der StiftSgebäude betrug409600 Frkn. Diese Gebäude wurden dem Bandepartement zur Besorgung und Unterhaltung über-tragen. Die StiftSpflege, deren Präsidenten waren: 1831—1832 Herr Regierungsrath Spöndli,1832—1840 Herr Bürgermeister Heß, 1840—1850 Herr Regierungsrath Ed. Sulzcr, löste sichauf und der letzte Stiftsamtmann, HS. Kaspar Vogel, nahm zu Dürnten ein tragisches Ende.
Stiftsverwalterei.
In diesem geräumigen und schönen Gebäude an der obern Kirchgasse, das früher dem Stifts-verwalter zur Wohnung diente, wurde im Jahr 1841 eine bedeutende Baute ausgeführt, welchedie Einrichtung des zweiten Stockwerkes zu einer Wohnung bezweckte und womit verschiedene ander-weitige Verbesserungen im Gebäude verbunden waren. Diese Baute kostete zirka 8500 Frkn. ImJahr 1842 wurde der Hof bepflastert und eine Tolle angelegt, und beide Wohnungen bis 1844verpachtet. In den Jahren 1845 und 1846 befand sich in diesem Gebäude die eidgenössische Kanzlei,und der Kanzler benutzte eine der Wohnungen. Nach dem Abzug derselben wurde auch diese Anno1847 wieder vermuthet, und der Staat benutzt in diesem Hause seither bloß einige Räume für Aus-bewahrung vorräthigen Mobiliars.
Straßenwefen.
Es ist in der frühern Chronik nachzulesen, welche außerordentliche Thätigkeit in den Dreißiger-jahren im Straßenwesen entfaltet worden, und es ist nun Aufgabe der gegenwärtigen, anzuführen
42