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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1840 bis 1850 / von Friedrich Vogel
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seitigung vieler Einsprachen der Hausbesitzer, welche Hofplätze, Dünggruben u. dgl. abzutretenhatten, ausgeführt, das bisherige Straßenpflaster weggeschafft und die Straße neu bepflastert undbekiest. Gleichzeitig wurde die Kirche in- und auswendig frisch geweißt.

Anno 1846 erbaute die Schulgemcinde Bache nbülach ein neues Schulhaus, das 2 geräu-mige Lehrzimmer und eine Lehrcrwohnung enthält. Es kostete 7955 fl. 20^ ß., an welche Summedie Regierung einen Beitrag von 6871/2 fl. gab, und wurde am 30. Juni feierlich eingeweiht.In diesem Jahr wurde der schöne dem Städtchen Bülach gehörende Eichwald, das Hard, bedeutendgelichtet und das Holz für die Eisenbahn verkauft.

Anno 1847 wurde der Spazierplatz von Bülach , die Valleeberen, terrassirt und an den Ab-hängen mit jungen Obstbäumen bepflanzt, der Vorplatz des Pfarrhauses auf Anordnung des Bau-departements 1 Fuß tiefer gelegt, applanirt und eingefaßt.

In den Jahren 18451847 bezog die Gemeinde vom Staat Korn und Mais und die Vor-steherschast theilte solches an die bedürftigeren Haushaltungen aus.

Anno 1848 baute die Gemeinde Höri 2 neue Kommunikationsstraßen über das Riebt,Hochfelden unternahm eine durchgreifende Korrektion derjenigen nach Bülach nebst dem Bauzweier neuen Brücken aus derselben. Am 13. September wurde dem im Sonderbundskriege ver-wundeten und im Kantonsspital verstorbenen Heinrich Kläusli von Hochfelden auf dem Kirchhofein Denkmal errichtet und dasselbe mit militärischer Feierlichkeit enthüllt.

Im Jahr 1849 wurde ein neuer Begräbnißplatz in der sogenannten Bergkapelle, etwa 15Minuten vom Städtchen, auf der Ostseite desselben errichtet. Derselbe umfaßt eine Grundflächevon 58000 Quadratfuß. Er wurde mit einem steinernen Sockel und eisernem Zaune eingefaßt. DerEingang besteht in einem dreifachen eichenen Portal. Die Kosten der Herstellung dieses Friedhofsbetragen zirka 3000 fl., die durch eine von den Kirchgenossen zu entrichtende Steuer gedeckt wurden.In diesem Jahre ward die Kommunikationsstraße von Bülach nach Eschenmoosen einer Korrektionunterworfen.

Anno 1850 wurde die Kirchhofmauer renovirt. Die sogenannte Bergkapellengasse oberhalb desneuen Kirchhofes und die Sulligasse wurden korrigirt.

Dägerlen

zählte im Jahr 1836 534, im Jahr 1850 524 Einwohner und zwar 405 Gemeinds-, 107Kantons-, 12 Schweizerbürger. Es kommen aus die Zivilgemeinde Bänk 56, auf Berg 110, aufDägerlen 63, auf Oberweil 143 und auf Rutschweil 152.

Landwirthschaft ist die Hauptbeschäftigung.

Die Kollatur der Pfründe steht noch immer dem Stand Schaffhausen zu, der die Pfarrgebäudezu unterhalten hat.

Im Jahr 1845 baute die Gemeinde eine neue Kommunikationsstraße gegen Welzikon undEschlikon ; an die Kosten gab die Regierung einen Beitrag von 406 fl. 10 ß. Anno 1846 wurdedas zu Rutschweil stehende Pfarrhaus von innen und außen total renovirt, welche Baute 45000 fl.kostete. Anno 1848 und 1849 baute die Gemeinde eine neue Kommunikationsstraße nach Dättweilund Hettlingen mit einem Staatsbeitrag von 750 fl.