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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1840 bis 1850 / von Friedrich Vogel
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Anno 1849 wurde der Kirchhof auf der südlichen Seite durch ein angekauftes Stück Landerweitert und eine neue Einfassungsmauer hergestellt. Die Kosten betrugen im Ganzen 2050 fl. 36 ß.

Im Jahr 1850 wurden im Pfarrhaus bedeutende Reparaturen bewerkstelligt.

Knonau

zählte im Jahr 1836 593, im Jahr 1850 594 Einwohner und zwar 402 GemeindS-, 148 KantonS-,40 Schweizerbürger und 4 Ausländer.

Landbau ist die Hauptbeschäftigung. Seidenweberei, Mindere! und Spinnerei treiben eine AnzahlPersonen weiblichen Geschlechts, ebenso gibt eS Handwerker u. a. m.

Im Jahr 1842 wurde am Pfarrhaus und dem Vorplatz desselben eine Umänderung vorge-nommen, die zirka 1000 fl. kostete.

In den Jahren 1847 und 1848 wurde vom Staat eine 5188 Fuß lange Straßenstrecke vonKnonau gegen Oberweil und Bibersee angelegt.

Anno 1850 starb eine ledige Weibsperson, Anna Grob, im Alter von 94 Jahren, die bis zuihrem Ende gesunden Verstand und gutes Gesicht behielt.

Küß nacht.

Diese ziemlich ausgedehnte Psarrgemeinde zählte im Jahr 1836 2197, im Jahr 1850 2486Einwohner und zwar 1065 GemeindS-, 1255 Kantons-, 121 Schweizerbürger und 45 Ausländer.

Neben den mit der Landwirthschaft Beschäftigten gibt eS sehr viele Seidenweberinnen undSeidenwinderinnen, eine ziemliche Anzahl Fabrikarbeiter, eine Anzahl mit dem Handel Beschäftigte,viele Handwerker, mehrere Schiffleute, einige Fischer.

Die Schicksale des Schullehrerseminars sind in der Abtheilung Staat beschrieben.

Im Jahr 1844 wurde das von Herrn alt Seminardircktor Scherr übernommene Gut zumSeehof für 7500 fl. verkauft.

In den Theurungsjahren 18451847 beschränkte sich die erforderliche Vorsorge, da der Ver-dienst fortwährend gut blieb, auf die Anschaffung eines Quantums Reis, das um billige Preiseverkauft ward.

Im Jahr 1848 baute die Schulgemeinde Limberg ein neues Schulhaus, das 4563 fl.kostete, an welche Summe die Regierung einen Beitrag von 718 fl. 30 ß. gab.

Kyburg .

Diese kleine Kirchgemeinde zählte im Jahr 1836 383, im Jahr 1850 374 Einwohner undzwar 224 GemeindS-, 139 Kantons-, 9 Schweizerbürger und 2 Ausländer. Das Dorf Kyburg selbst zählte mit Inbegriff des gegenwärtig von dem polnischen Grafen Alerander Sobansky be-sessenen Schlosses 203 Einwokmer, das Dörfchen Brünggen 67, Ettenhausen 47, Billikon 32Einwohner u. s. f.

Landwirthschast ist die Hauptbeschäftigung der Einwohner, es hat aber auch eine Anzahl Hand-werker. Die Notariatskanzlei, das Einzige was Kyburg noch geblieben ist, beschäftigt nebst demNotar einige Kanzlisten.

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