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Landbau ist durchaus vorherrschende Beschäftigung, Handwerker hat es viele, am meisten zuOberwinterthur und Hegi, ebenso Weber.
Im Jahr 1841 wurde die Kommunikationsstraße von Stadel nach Wiesendangen korrigirt.
In den Jahren der Tbeurung mußten ungeachtet der Unterstützungen, welche geleistet wurden,viele Leute sich sehr kümmerlich behelfen und z. B. ungeschmalzenen Spinat statt Brod zum Kaffeegenießen; wohlhabendere Leute genossen nicht selten, um das Brod zu ersparen, gesottene Rübenstatt desselben.
Anno 1847 wurde die Korrektion einer 7250 Fuß langen Strecke der Hauptstraße nach Frauen-seld außerhalb dem Dorf Oberwinterthur bis nahe an Attikon bewerkstelligt, um die starke Steigungbei der Rauchegghöhe zu vermindern, und diese Straßenanlage im Jahr 1848 vollendet, in welchemJahr auch die Dorfstraße korrigirt wurde.
Das Schloß Mörsburg gehört gegenwärtig noch der Stadt Winterthur und wird an schönenSonntagen häufig besucht.
Obfelden
Eine neu entstandene Kirchgemeinde, die zur Zeit der Volkszählung im Jahr 1850 896 Ein-wohner zählte und zwar 766 Gemeinds-, 95 Kantons-, 29 Schweizerbürger, 6 Ausländer. Eskommen auf die Zivilgemeinde Bickweil 159, auf Oberlunnern 234, auf Toussen 151, auf Unter-lunnern 164, auf Wolfe» und Obfelden 188 Einwohner.
Die Hauptbeschäftigung der Einwohner ist Landbau; daneben hat eS viele Personen, die sichmit Seidenweben, mit Baumwollweberei, eine Anzahl, die sich mit Fabrikarbeit beschäftigen, Hand-werker u. s. f.
Schon im Jahr 1846 beabsichtigten die obenbenannten bisher mit Ottenbach verbundenenGemeinden, sich kirchlich von dem letztem zu trennen, und wandten sich deßhalb an die Bezirks-kirchenpflege Affoltern , indem sie lokale, ökonomische, politische und religiöse Gründe für ihr Gesuchanführten. Die Zivilgemeinde Ottenbach beantwortete das Gesuch am 28. November 1846 in einerDruckschrift, suchte die Gründe Obfeldens zu widerlegen und bat um Beibehaltung des bestehendenVerbandes. Die petitionirenden Gemeinden wandten sich nun mit ihrem Gesuch an den Regierungs-rath, und dieser beantragte dem Großen Rath Entsprechung desselben, worauf der Große Rath am15. Hornung 1847 einstimmig beschloß:
1) Die Zivilgemeinden Ober- und Unterlunnern, Wolsen, Toussen und Bickweil bilden in Zu-kunft eine eigene politische und Kirchgemeinde unter dem Namen Obfelden.
2) Der Staat übernimmt die Besoldung des Pfarramtes; dagegen hat die Gemeinde die fürden Kultus nach den gesetzlichen Bestimmungen erforderlichen Gebäude und übrigen Anstalten ohneBeitrag des Staates herzustellen und zu unterhalten.
3) Die Baupläne der Kirche und des Pfarrhauses sind dem RegierungSrath zur Genehmigungvorzulegen.
Dieser Trennungsbeschluß wurde von den fünf Zivilgemeinden mit Jubel und Freudenschüssenaufgenommen und sofort begannen die Einleitungen zum Bau der neuen Kirche. Als Bauplatzwurde ein sanft ansteigendes Feld zwischen Lunnern und Wolsen gewählt; den Plan zu derselbenfertigte Herr Architekt Ferdinand Stadler . Nachdem solcher vom RegierungSrath genehmigt worden,