Anmerkung. Bei der Bearbeitung dieses Abschnittes wurden grundsätzlich nur diejenigen Gesellschaften oderVereine aufgenommen, die einen wissenschaftlichen oder materiellen Zweck verfolgen; diejenigen dagegen weggelassen,deren Zweck bloß in gesellschaftlicher Unterhaltung besteht, so z. B. die Jahrgängervercine. Wenn mit Bezug auf diewirklich angeführten Gesellschaften und Vereine Las Eine oder Andere mangelhaft sein sollte, so ist solches den zu-weilen ungenügenden Mittheilungen zuzuschreiben.
Alterspenfionskaffe.
Diese im Jahr 1827 in der Stadt Zürich entstandene wohlthätige Institution, deren Zweck inder frühern Chronik S. 9 ausführlich geschildert worden ist, hatte in dem Zeitraume von 1840 bis1850 ihren ungehinderten Fortgang. Der Verein zählte im Stiftungsjahre 227 Glieder von allenAltern. Seither sind 128 neue beigetreten, 105 gestorben. Seit 1832 wurden an Pensionen ver-theilt 21,630 st. Die Rechnung vom Jahr 1850 zeigt ein Grundkapital von 23,980 st. 25 ß. Dieganzen oder vierfachen Pensionen sind von 3>/z bis 30 fl. angestiegen. Im Jahr 1850 wurden imGanzen 78 Pensionen mit 1613 fl. 10 ß/ausbezahlt. Der Unterstützungs-oder Vorschußfond, welcherdürftigen Mitgliedern nach dem 40. Altersjahre, wenn wenigstens 15 Einlagen gemacht sind, dieJahreSeinlage vorstreckt, bestand am Ende des Jahres in 633 fl. 16 ß.
Antiquarische Gesellschaft.
Diese Gesellschaft wurde im Jahr 1832 von Herrn Dr. Ferdinand Keller gestiftet und hatunter dessen Leitung seither eine bedeutende Thätigkeit entwickelt. Die Aufgabe, welche sich dieseGesellschaft stellt, besteht in Erforschung und Aufhellung der frühern Zustände unsers Vaterlandes,sie bestrebt sich, die noch vorhandenen Denkmäler der Vorzeit zu erhalten, kulturgeschichtliche Gegen-stände zu sammeln und öffentlich aufzustellen und die Resultate ihrer Nachforschungen durch Schrift,Zeichnungen und Pläne den Nachkommen aufzubewahren.
Die Gesellschaft hält regelmäßige Sitzungen, vom Herbst bis zum Frühjahr je am zweiten undvierten Sonnabend eines Monats von 6 bis 9 llhr Abends; sie verwendet diese Zeit zum Anhöreneines Vortrages und zum Betrachten allerthümlicher Gegenstände, die der Sammlung einverleibtwerden sollen. Ueber alle ihre Verrichtungen wird ein sorgfältiges Protokoll geführt.
Die Zahl der Mitglieder betrug bei der Stiftung 6, ist aber bis zum Jahr 1850 auf 54 nebst67 Ehrenmitgliedern angestiegen. Sie eröffnete ihre litterarische Thätigkeit im Jahr 1837 mit derBeschreibung des Inhaltes der im Burghölzli bei Zürich entdeckten Grabhügel. Diese Schrift wurdevon der Geselljchaft in der Form eines sogenannten Neujahrsblattes am Bcrchtoldstag ausgegeben.Seither sind in derselben Weise eine Reihe anderer Abhandlungen erschienen, denen in unbestimmtenZwischenräumen noch andere beigegeben wurden, welche zusammen sechs Bände bilden.
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