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mit den so genaue» Geschützversuchen und erfolgreichen Schießübungen unserer (seit 1819 bestehenden)eidgenössischen Artillerieschule sich nicht vergleichen läßt, so gewährt solches dagegen noch ein belebtesBilv des dießsälligen Verfahrens in älterer Zeit und eine erwünschte Gelegenheit, wo die Veteranenauch mit den jünger» Offizieren unsers Artilleriekorps (nach glücklich vollendetem Ziclschießen undEmpfang der die ältern, so wie die jünger» Kollegianten sehr erfreuenden Schützengaben) unter demgleichen Gezelte und am gleichen Tische in harmloser Eintracht beisammensitzen, an welchem einstihre Ahnen in frohem Becherklang sich ergötzten und alte Schweizerlieber sangen.
Nicht weniger freundlich als der Freubentag auf der Braunau (Wollishofer Allmend) ist auchsaS Austheilen der Neujahröblätter an dem jedem Zürcher so lieben Bechtelitag in dem mit militä-rischen Bildern so reich verzierten Zimmer des Zeughauses, verbunden mit der Besichtigung dcSWaffensaales, in welchem eine so vielseitige und so ruhmvolle Vergangenheit in wechselnder Stufen-folge gleichsam auf uns herabblickk, — im Gegensatz zu der muntern Jugend, die eben so lebhaftzu der Erfrischung mit Muskateller als zur Abgabe der Stubenhitzen sich binzudrängt.
Neben diese» mehrseitig belebten Szene» darf aber auch des Inhaltes der Neujahrsblätter umso eher erwähnt werden, als daraus noch eine andere, zwar ernstere, aber nachhaltigere Thätigkeit dieserGesellschaft hervorgeht, — die Tendenz, nachdem ihr solches auf dem praktischen Gebiete nicht mehr ingleichem Maße wie früher vergönnt ist, dagegen in wissenschaftlicher Beziehung mit der Zeit gleichenSchritt zu halten, d. h. das zur Bearbeitung übernommene Thema, so gut als solches geschehenkann, zu ergründen.
Wenn aber die Neujahrsblätter auS der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts (nach ihremGesammtinhalte) als eine sehr klare und belehrende strengwissenschaftliche Abhandlung der Artillerie-wissenschaft zu betrachte», so glaubte man, als die seit 1798 unterbrochene Herausgabe der Neujahrs-blätter im Jahr 1806 wieder angefangen wurde, in successiver Bearbeitung unserer vaierländischenKriegsgeschichte ein auch für Nichlartilleristen interessantes Thema erwählen zu müssen, — und derErfolg hat diese Auswahl so gut gerechtfertigt, daß in einer Reihenfolge von 43 Neujahrsblätterndie ganze schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des 15. Jahrhunderts enthalten, mittopographischen Plänen beleuchtet, mit Vignetten ausgestattet und mit einem alphabetischen Registerbegleitet, sich befindet. (Das letztere ist in dem Neujahrsblatt von 1849 enthalten, in welchem auchein summarischer Ncberblick der ältern Neujahrsblätler enthalten ist.)
Mit dem Jahr 1850 hat nunmehr als „Geschichte der zürcherischen Artillerie" eine neue Reihen-folge dieser NeujahrSdlätler begonnen, welche, bis zu einem erwünschten Ziele fortgesetzt, für denArtilleristen, für den Zürcher , überhaupt für den Freund der Geschichte manches Interessante ent-halten kann.
Die Feuerwerfergesellschaft erfreut sich gegenwärtig eines Gesammtbestandes von 111 Mitglie-dern. Nach alter Sitte wechselt die Stelle eines StubenmeisterS unter den jüngern Kollegiantenalljährlich meistens ab.
Freimaurergesellschaft.
Die bejoc» Freimaurerlogen in Zürich und in Winlcrlhur waren auch im verflossenen Dezenniumin ununterbrochener Thätigkei. Dem Geiste deS Bundes gemäß enthielten sie sich, ungeachtet dasin seinen Tiefen bewegte StaatSleben auch in ihre stillen Räume seine Wogen trieb, aller und jeder