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Holzher und Holzhin, Zimmcrleule. Joseph Schöpf und Ulrich Pflasterer, Maurer. Zebedäus Zopf,Bürger von Zürich und Schmälhausen u. s. f." Unten am Theaterzeddel stand: „Das kunst- undwifsenschaftliebende Publikum ist gebeten, auf 8 Schuh 2 Zoll von der Bühne sich entfernt zu halten,indem unbefugte Störungen unwiderruflich AuSwcisung zur Folge Hütten. Der Anfang ist, wenn'sloSgeht, daS Ende zuletzt."
Dieses Kunstgebäude dient nun auch für die Kunstausstellungen, welche vorher bald da, balddort statthaben mußten. Solcher Kunstausstellungen gab es wahrend des letzten Dezenniums sieben,von denen die in den Jahren 1842, 1844, 1846, 1848 und 1850 schweizerische, die im Jahre1847 und 1849 kantonale waren. Die eigenthümlichste ist diejenige gewesen, welche im Oktober1847 zur Eröffnung des Kunstgebüudes veranstaltet wurde. 705 Gemälde und 5 Bildhauerarbeitenwaren ausgestellt worden. Unter diesen 705 Malereien gab es 391 von Zürcher Malern vom 15. Jahr-hundert an bis auf die Gegenwart. Diese 39 t Gemälde vertheilten sich auf 98 namhaft gemachteKünstler, während die übrigen 314 Bilder verschiedenen Schulen und Zeiten angehörten. Nur einkleiner Theil des Ausgestellten war Eigenthum der Künstlergesellschaft, alles übrige gehörte größtcn-theils zürchcrischen Privaten an, die ihr Eigenthum nach Aushebung der Kunstausstellung wiederzurückzogen, man sagt, wider daS Erwarten einzelner Glieder der Gesellschaft. Im I. 1849 wurden38 Gemälde des (1848 verstorbenen) Malers Wilhelm Meyer aus Zürich , der sich als Architektur-maler einen geachteten Namen erworben hatte, ausgestellt.
Die Malerbücher, deren in der früheren Chronik schon gedacht worden ist, wurden fortgesetzt.Haben sie auch nicht mehr jene Frische und Originalität wie die ersten Bände, so findet sich inihnen doch manch' Beachtenswertes. ES wurden Landschaften, historische Gegenstände, Portraits,Fruchtstücke u. s. f. eingelegt, und wir gedenken hier eines Blattes dieses Malerbuches, wozu einhiesiger Gelehrter die Idee und Distichon's gab, weil es uns die sämmtlichen Präsidenten der Ge-sellschaft vorführt und ihre Verdienste kurz schildert.
Martin listen, i)
1803 2 ) — 1827 .
Was seiner Feder entquoll, Gemälde waren's voll Leben,
Lieblichen Dichtungen gleich seines Pinsels Gebild'.
Seine Muse war stark und rein wie der Schnee der Gebirge,
Sänger der Freude, er trug Wonne in jeden Verein!
1827 — 1829 .
Kurz war und freundlich dein Wirken als Führer der Künstlerzenossen;
Aber dem Dienste der Kunst hast du dein Leben geweiht.
Was in der Ferne sie Schönes erzeuget, der Heimat gewonnen,
Schlummernde Kräfte geweckt; Manche beweisen dir's noch.
Jakob Hörner. §)
1829 — 1831 .
Trefflicher Kenner des Schönen, durch keinen Zeitraum beenget,
Sucht es sein prüfender Blick, fand es und würdigt es schnell!
Reich an Bildung und Witz, hat vielfach sein Geist uns erheitert;
Sank er zu frühe dahin, bleibt sein Hellas uns doch.