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und Wallachen bestimmt. Dies ist die einzige aller Alpen,welche der Regierung als Domäne gehört, und soll ehedem vonden Schirmvögken des Landes benutzt worden seyn. Vielleichtwurde sie zuerst dem geliebten Schirmbogt Rudolph von Habs-burg, nachmaligem Kaiser zur Benutzung überlassen, da sie sei-nen Namen tragt.
Ruppleten, siehe Maderanerthal.
Rüttli, von Einigen auch Grüttli geheißen. Wer kenntsie nicht, diese einsame am Fuße des Seelisbcrges gelegene,von den Welle» des Vierwaldstättecsees beleckte Wiese, wodie bedrängten Männer von Ucy, Schwyj und Unterwaldenbei stiller Nacht sich fanden, die Herzen sich gegenseitig aus-zuschließen und die Befreiung des Vaterlandes von ungerechtemDrucke zu berathen; wo endlich den siebente» Wintermonat1307 dreiunddreißig Verbündete bor Gottes Angesicht feierlichschwuren: das Vaterland und dessen Freiheit zu retten, ohneGewaltthat und ohne Ungerechtigkeit. Heilig ist heute nochdiese bescheidene Wiese nicht nur den Bewohnern der Urkantone,sondern jedem biedern Eidsgenosse», jedem die Freiheit «nd dasRecht ehrenden Fremden. Dieselbe wird aber leider auch häu-fig von Schwindlern entweiht; denn keine ungerechten Empö-rer, keine gewissenlosen Umwälzer waren unsere Vater, sondernHersteller von Rechten und Freiheiten, die man ihnen raubenwollte oder bereits schon geraubt hatte. Im Jahr 1783 wollteAbbe Raynald, ein Franzose, daselbst der Freiheit ein Denk-mal setzen; allein die Regierung von Uri verweigerte es wiebillig. Diese Wiese sey allgemein bekannt, und was daraufgeschehen, in die Herzen aller Schweizer , und vorzüglich allerUrner, Schwyzer und Unterwaldner gegraben; es brauchedaher keines weiter» Denkmales, diese Völker an die Freiheitzu erinnern, in deren Genuß sie durch die Klugheit und Kraftihrer Vater noch seyen! —
S.
Schächenthal. Dieses 5 bis 6 Stunden lange Thalnimmt seinen Anfang bei Bürgten, und zieht sich sü'dostwärkszwischen der zusammenhängenden Roßstockkette und dem unge-heuren Gebirgsstock, Bannberg genannt, hinein; bei Untec-schächen theilt es sich in zwei Arme, zwischen welchen dieWanneli- uud Trogenkulm und der höhere Griesstock, allesDorberge des ungeheuern Scheerhorns liegen. Den Schlußdes einen und größer» Armes macht im Brunnistaffel der über9lXX)' hohe, fast senkrecht abgerissene und felsige Rüchen, dendes andern Armes der nicht niedrigere Kamli, welcher sich andie Ckariden und das Scheechorn lehnt. Beiden Schlußaebir-gen und deren Firnen entquill«, die Quellen des Schächens,der das ganze Thal durchrauscht und auf seinem Wege eineMenge Bäche aufnimmt, deren mehrere in schöne» Fällen ihmzueilen. Eine Viertelstunde hinter der Pfarrkirche zu Bürgtentritt der Wanderer auf der bald steigenden, bald fallenden,bald eben dahinlaufenden, aber auch für Pferde leichten undgefahrlosen Straße nach Glacus in das Schächenthal hinein.