Buch 
6 (1836) Der Kanton Unterwalden, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von Aloys Businger
Entstehung
Seite
23
JPEG-Download
 

Füßen herausgerollt hat, beugt eS sich in südöstlicher RichtungThalenwyl und Wisiberg vorbei nach dem jenseits des Sreini-bachS gelegenen Glimmen und der Egg links vom Arvigrac,und setzt sich in waldiger Gruppirung an Wolfenschieße» vorbeiimmer fort über Wißifluh, Kecnalp, Lauchern, Grüble» undjenfeiks der Folien bis nach Lutersee »nd dem Storeggpaß ge-gen Melchthal . Hier erhebe» sich in massiven Kalkthürmen derScheideggerstock, der Bokistock, das Hohlichk, der Aingelstockund über aste diese das bereits genannte Widerfeld. Diesesschließt sich jenseits des kleinen Jochs oder Jochlis an das unge-heure Zelsenlager des Wildgeißbergs bis an der Alp Trüepenseevorüber zum Ochsenstock und Joch gegen Engstlen. Tiefer demJoch gegenüber erhebt sich der Bizistock. Ueber alle diese thronetin südöstlicher Richtung der ungeheure Titlis mit weithin pran-gendem Glekschecfelde. Ihn umringe» der Laubersgrat, Geißen-spitz, Rnchenberg, Grasten. Die Kette läuft jetzt von diesemfort an den bereits urnecschen Spannörtern, dem Schloßberg,den Surenen nnd dem Blakenstocke, welche die Quellen der Aa»mmauren. Jenseits diesen Quellen erheben sich mehr in- nord-östlicher Richtung der Weißberg und Weißstock, im Hintergrundsder Rothstock. Rückwärts des Klosters Engelberg im Horbls star-ren in käst unzugänglichen Masten empor der Hennenberg, daSEeinsspiel, der Säktelistock, der Planggengrat, der hohe Nigikhal-siock; im Vordergründe gegen Westen der Wallenffock. An die-sen hängt sich bei Mzelen und Obeccikeubach der Ruchstock, derMittagstock, der Kaiserstnhl, und vermittels der Schonegg derSteinalpbcisen, und die Gigifluh. Im Hintergründe gruppirensich der Hohebrisen, Gürschen, Schlittkuchen, Schlanenen, Gizi-horn und Oberbecg. Der Skeinalperbrisen zieht sich nördlich beider Bärfalle und Niedercikenbach an dem Musenalpstock bis zumDuochserhorn hervor. Dieses senkt sich östlich an der Alp Spishinab nach den Beggenriederalpcn, dem Stollen im Ergeln,dem Heidlistock nnd dem Emmetterhohberg und steigt bis zur,in ungeheurer Wölbung aufgeschichteten Kulm , oder Nieder-bauen hinauf. In höherer Sichtung aber zieht sich der Skein-alperbrisen nach Osten, und bildet die Felsenwand des gewalti-gen Schwalmis, der durch die beiden Risetenstöcke nnd denSchienberg sich in der Masse Oberbauens vollendet. Hie,r ver-liert sich die Kette der Unterwaldnerberge in den vielfältigenBsrggnippen des urnerischen Jfenthals. Uebrigens verweisenwir noch auf die Topographie und bekennen die Unmöglichkeit,den ganzen Gebirgskreis so zu schildern, daß das Gemälde jedemdeutlich werden kann. Nur eine äußerst getreue, trigonometri-sche Vermessung macht es möglich, das Chaos der Schluchtenund Töbel, der Planggen und Gräte, der Windungen undVerzweigungen aller Art zu entwickeln, und mit gehörigemKolorit zu entwerfen.

Thaler.

Nicht bloß politisch, sondern auch schon natürlich scheidetsich das ganze Land in zwei Hauptthäler, in ein westliches undöstliches. Jenes über der Seesiäche etwas höher liegende Thalheißt Obwalden ; dieses etwas tiefer über der Seefläche liegendeThal heißt Nidwalden . Die Scheidewand dieser beiden Thäler