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gen und Fähnchen zum Fcldmeffcn hinterlassen; der Meßtisch war aberseitdem nnbranchbar geworden. Es mangelte an einem physikalischenApparate ganz nnd gar, die Anstalt besaß noch keine Lehrmittel zumUnterrichte in der Naturgeschichte, keine Mineralien, kein Herbarium,keine gemalten Abbildungen, kurz, keine Sammlung naturhistorischerGegenstände. Bronner besaß Anfangs nur einige Bücher, die er be-nutzen konnte: Schrcbcr's „Sängtbierc", Gcßncr's und Wcinmann's„Pftanzentafeln", Wirsing'S und Günter'« „Bögel, Nester nnd Eier".Er kaufte aber Esper's ,/Schmetterlinge" n. a. Mit Eifer sammelteer Mineralien, Pflanzen, Jnsccten, Muscheln nnd Schnecken. Baldbesaß er brauchbare Colleetionen in tragbaren Pappekästchcn, die er indie Schule mitnahm und den Zöglingen vorzeigte, so wie er im Sy-steme weiter schritt. Was er nicht selbst hatte, entlehnte er, einEkelet des Menschen sogar von Zürich her. Er besaß selber allerleiMeßinstrnmentchcn, einen Dosenscrtantcn nnd mehrere optischeWerkzeuge: Mikroskope, Teleskope, Eamera obscura, Brcnnglä-ser, Brennspicgel, Sonnenmikroskvp u. s. w. So half er sich durch,so gut es gehen wollte. Seinen Eifer erhöhte die Schule durch denAnkauf eines schönen Theodolits von Banmann um 24 Lonisd'or. MitFreuden besuchte die Jugend seinen Unterricht. Ohne große Störun-gen rückte die Schule in den Jahren 1800 bis 1809 zum Bessernvoran. Wohlunterrichtete Jünglinge konnte» von ihr auf die Univer-sitäten nnd zu andern Bcrnfsarten abgehen. — Da im Jahre 1807die erste Subseription der Fnndatorcn zu Ende ging, veranstaltetendie Direetoren eine neue. Die Kaufmannschaft war mit der Erwei-terung der gelehrten Schule auf Kosten der Realschule sehr unzufrie-den; man befürchtete eine starke Bermindenmg der Gebenden und derGaben, die auch nicht ausblieb. Doch verpflichteten sich die Subscri-benten auf vier Jahre, jährlich 3820 Franken beizusteuern.
Man suchte auch das Verhältniß der Stadtschule znr Kantons-schnle näher zu bestimmen. Jene sollte eine BorbercitungSschnlc zurHähern Lehranstalt werden. Es gab manchen Bürgcrssohn, welcher denUnterricht in der Kantonsschule sticht benutzen konnte, weil er schon infrühern Jahren in die Wcrkstätte eines Handwerkers als Lehrling ein-treten mußte. Der wohlgesinnte Jugendfreund und treffliche Natur-kundige, Hr. Helfer Waiiger, übernahm es, die reifern Stadtschülerin der Naturgeschichte zu unterrichten, und die lateinische Classe inden Principien der alten Römcrsprachc so weit zu führen, daß dieSchüler derselben in die Kantonsschulc eintreten konnten.
Auch Hr. I. E. Fecr, der gewesene Regiernngs-Statthalter, dereine sehr besuchte Pension angelegt hatte, entschloß sich, einige Stun-den dem vorbereitenden Unterrichte zu wicdmcn und in der Kantons-schule einen Theil der Anleitung zur französischen Sprache und zurLänderkunde zu übernehmen.
Die humanistische Schule war in zwei Classen eingetheilt; dieuntere besorgte Hr. Hold, die obere Hr. Evcrs. Wegen der Schüler,die au« verschiedenen Orten ankamen nnd nur gar zu geringe Bor-kenntulsse mitbrachten, war eine Subsidiarschule nöthig, in welcherHr.Hold die schwächer» mit großer Anstrengung voranzubringen strebte.Ucberhaupt war der fleißige Mann den ganzen Tag beschäftigt, denSchülern die Anfänge der griechische» und lateinischen Sprache ein-