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9 (1834) Der Kanton Freiburg, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / herausgegeben von Franz Kuenlin
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35
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fionak 300 Zkglinge. Zu Murken kann man die Zahl derSchüler auf 200 ungefähr annehmen, wovon blos 20 in derobern Schule, so daß die andern in der Zahl der Primanerbegriffen sind. Das Handelsinstiruk, welches Herr D. Schmutzdaselbst errichtet hat, zahlte 1832 25 Zöglinge.

TrzichnngSanstalken für Mädchen findet man zu Frei-barg bei den U rsnl i»e ri n ne n und V i si ta nd inc ri n-nen, und zu klontet nächst L«tava>e bei I e sn i r e n n o n n c nsclu Zacre-Lconr cke storriü), ein neues, so ;» sagen 1831rlngeschwaczces, Weiberklosier, ivovonwic schon oben gesprochen.

Unter den iIelehrten, die der Kanton Frei bürg anf-»uweiscn hat, kann man einen Augustiner, Namens KonradTregarins anführen, welcher 1521 zwei Kontrovcrsschriftenhat drucken lassen; Franz Gnilli Manns, von Lomont,Verfasser einiger historischer Werke, unter andern : Oe rebrwHelvetionun, 1501; kialwxnrgica, 1605, u. s. iv.; PererCanisius, ein Theolog und Jesuit; Sebastian Wcrro,Theolog, Chorherr und Propst, welche beide im sechszehntcnJahrhundert lebten, und einige Schriften Herausgaben; Lrnn-goii Lsinor, von Lulle, Mitglied der Pariser Akademieder Inschriften und schönen Wissenschaften, gestorben in Paris ,L752; Johann Peter Tercier, von Vriaclan«, ein Diplü-rnat und Verfasser einiger historischen Denkschriften, geb. 1705,gest. 1766; der Schultheiß Lr. 3c>;. dlicl. cl'tllt, gest. 1755.,hat eine G e sch i ch te d e r H e l v c t i e r in französischer Sprache,ck759, drucken lassen ; Franz Peter Vonderwcid, Ver-fasser einer Karie des KantonS Freiburg , 1668; PeterWnillecet von Freiburg , ein im siebzehnten Jahrhundertberühmt gewesener Mahler; Johann Grimonr von La-wont, ein guter Portrairmahler, der 1652 in Paris starb; dieMahler, Locher, Sanrcec, Curty und Landerset undnoch einige andere, der lebenden nicht zu gedenken; den imJahr 1825 zu Lorbeer verstorbenen Botaniker Dematrajedoch nicht zu vergessen, so wie den 3bbe Lirrrci, Historiker,gest. 1831. 'Zu M urteil lebten im achtzehnten JahrhundertLoh. Fried. v. H e r rc n sch w a n d, Verfasser einer „ Ab-handlung über die vorzüglichsten Krankheiten", 1788 ; Joh.v. 5p e r r e n sch iv a n d , gestorben zu Paris 1808, der nie»,rere Schriften über die Lrraatswissenschaft und Scaacswirth-schaft in französischer Sprache drucken ließ, u. s. iv.

Don Freiburgs rn sind einige handschriftliche ChronikenVorhände», welche, wie die der Berner, verdienten, mit e»-riarenden Roten gedruckt zir werden.

Bibliotheken besitzen alle Klöster, das Kollegium S1.Michael einbegriffen, die Städte Freiburg , Murren,idomonl, GreperS, und das Dekanat des ß. MarinS.Reichhaltig ist das Negierungsarchiv, so wie dasjenige ;nRltenrpf, das aber von den Mönchen in historischer Hin-sicht besser benutzt werden sollte , starr es brach liegen n, lacken.Im Kollegium befindet sich ein Kantons-Museum, dessenkegcüiidcr der Kanonikus kUt-iine ist, das sich aber imLvceum besser entfalten lind ausnchmen wird.