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losen gehört °). Welche Boten EokteS zuerst das Liss'k deöGlaubens nach Helveticn gebracht, ist unbcsannr, wccl dieGeschichte darüber schweigt, und Sagen und Legenden, aufvielfache Weise verändert und entstellt, sie nicht ersetzen kön-nen. So sagt die Legende, der heilige Beat, ein Schule»des Apostels Paulus, sey der erste Apostel des westlichenHelveticas gewesen, obschon man von ibm blos weist, daster als Einsiedler in der Nahe des Lrwrrlim Vinsticinumoder VcnstümcL in Gallien gelebt, welches mau mitdem Lastrum Viustouiouse oder Windisch bei KönigS-selben verwechselt hat, daher der Grund dieser Sage; auchwird er in keiner Kirche der Schweiz als schweizeri-scher Heiliger verehrt, und keine vor dem l.2teu Jabrhun-dcrt erbaute Kirche ist ihm geweihet; die Kapelle zu SanktBeat neben dem Ga lte cii ich o re zu Frei bürg, erst „mdas Jahr 168st erbaut, obschon reichlich mit Ablassen ausgestattet,beweiset also nichts. Dieser Heilige bleibt demnach ecu bloßergallikanischer Einsiedler, und als solchen verehrt man ihn auchallein in den schweizerischen Kirchen.
Abgesehen von allen Sagen und Legenden, kann man denAnsang deS ChristcurhumS in chventicnm „m das dritte Jahr-hundert annehmen, wenn nicht Soldaten der römische» Le-gionen, die in Asien und Italien gedient, ivo sie das Evan-gelium kennen gelernt, es schon früher dahin gebracht haben,und das hernach die Schüler der Bischöfe von kcsaugou scr-»er verbreiteten; den» die daselbst, 21.2, durch chcrcolus undkchrutius gestiftete Kirche ward hernach die Murierkirche al-ler in der Scan anischeu Provinz errichteten Bisrhümcr.und von dorr aus ist das Licht des Evangeliums i» bisödlän d ischen Gauen nnd Thaler gedrungen.
DaS erste SnffcaganbiSkhum der Sequanerprodinzund daS älteste der Schweiz ist unstreitig, besonders in letz-terer Hinsicht, dasjenige von ^venticum, der Hauptstadt de«helvetischen Nation. Durch die Niederlassung der Römer;durch die daselbst angelegten Kolonien ausgedienter KriegerauS dem Orient, durch die mannigfaltigen Verbindungenmit den Hauptstädten Galliens und durch de» Eifer derBischöfe zu Kesaugon wurde daS Licht des Glaubens, wieschon oben angeführt, dorthin verpflanzt. Als sich diese Stadtvon ihrer ersten Zerstörung durch die Alemannen (2.>',, 276—277) erholt hatte, blieb diese Gegend nnrec der christlichenRegierung Konstantins des Großen und seiner Söhne,von anstccn Feinden »nangefochkeii. Unter Konstantin wirdder Anfang dieses BiSthumS nach übereinstimmende» Jahr-büchern hergcschrieben, nnd Protasins, ein Veuetia-nec, .500, als erster Bischof angenommen, obschon nach einemandern Lbartiilarium Lausanonse, 22 Bischöfe vor demsel-ben in der Spmpb o r!a n S k i rche zu äventivum begraben
') AuS Lycien lm Morgenlande geboren, soll ec, 330, alsBischof von Myra gestorben seyn. Ungefähr die gleicheBewandtnis! hat eS mit S t. Katharina, gest. 30st..welche als die Stadt- und Laodpatrpniu beredn w>rd-