ein. Es wurde ihnen versi'rochen, die Unterthanen - Verhält-niffe abzuschaffen und eine billige Representation herzustellen.Nun legren nc die Waffen nkedsr. Kaum war dieß geschehen,als die alten Machthaber bell Stolz und Ueberninrh jedenRarst kluger und weiser Männer verachteten. Die Freundedes Volkes wurden wie wilde Thiere verfolgt, verhaftet; dielefiuchteleu sich. Unter dem Schutze bernerschcr Bajonette kamnun das finstere Werk wieder zu Stande. Der Aufstand deS12. November, eine Frucht beleidigten Ehrgeizes, fand wenigAnklang.
Bald zeigte sich wieder die neucrstandene Familienherrschastmit all ihrem Unwesen. Man hatte wieder Patricier, Stadt-tiirger, Unterthanen, die man jetzt schonnngSwcife „Angehö-luge" nannte. Man gab sich alle Muhe, dieselben in der Un-wissenbeir zu erhalten. Der Schweizerbote, dem daS Vater-land liderbantzt, und Soloihnrn insbesondere so diel zu ver-danken hat, wurde auf die Mahnung BernS derberen, 18.Juli 18 N. Ungeivöhnliche Abgaben folgten, ;. B. daS Kopf-geld. Mit drei Sraaren ivnrde der Söldnerdienst lvieder ein-gerichtet, alte AdelSrirel hervorgefilcht und »ens erfunden.WaS da irr diesen Zeiten GnkcS geschah, ist dem edlen Stre-ben einzelner Männer ;n:nschreibcn. Durch ihr Bemühen ein-standen neue wissenschaftliche Vereine, schon bestandene gewan-nen ein neue», reges Leben. Alle harten mehr oder wenige!allgemeine Zwecke, artf tast die Menge curS träger Gedanken-lenzkeir aufgeregt werde. Eine Umgestaltung des Volkschnl-weseuS ;n Stadt und Land begann; durchgreifende Maßregelngegen die höhere Lehranstalt anzuwenden, da;n fehlte die Kraft.Obwohl der große Räch beschloß, daß von Einführung der Je suiten ui ewigen Zeiten keine Rede mehr seyn soll, so bliebendieselben doch in der Person der Professoren mitten in derScadt. Nachgedrungen schritt man zur Errichtung eines Grund-buches , dass dem gestinkenen Credit des Landes wieder aufge-holfen werde. — Nach nennstiindiger Diskussion, nachdem dieAnstrengungen freisinniger und wohlmeinender Männer verge-bens waren, ivnrde der KonkordatSenrwucf eines neue» BaS-lerblSibniiiS s m>: dem bischöflichen Sitze zu Solethurn) Mitstj gegen 2a Summen angenommen, 1828.
DieS Alles geschah, und MehrereS war noch vorbereitet,als im Juri des Jahres 1850 daS französische Volk daS Jochihrer- eidbrüchigen KönigS nicht mehr trage» wollte und so inErsiillnng ging, was die Freunde des Volkes vorhergesehen,dass nämlich die Revolution keineswegs beendiget sey. DaSVoll aller Kantone erhob fich. Teil 1ä. November versammel-i.-n n.v 79 der angesehensten Manncr aus den Amkeien Ölten,GcSgen und ValSrba! zu Olren, und verfaßt«» eine Denk-schrift, in welcher sie die auf Natur und Geschichte sich grti'ii,dendcn Rechte des Volkes von der hohen Regierung verlang-ten. Dieselben bernheten auf folgendem Grundsätze: DieSouveränität des gekämmten Volkes und Gleichheit der Rechteim ganicii Kanion, mir Aufhebung alles Unterschiedes zwischenSiadr und Land, soll anerkannt werden. Anfangs machte dieRegiern,ig Miene, den Aufstand mit Gewalt tu stillen; derVolkSwille, der allgemein so entschiede» und kräftig sich aus-