Große Nakh beschloß in seiner Dezemberfltzung 1832 die gänz-liche Umgestaltung der Hähern Lebranstalt, nachdem auch darüberam patriotischen Vereine das Volk vernommen worden war,29, Juli 1832, In der gleichen Sitzung wurde eine ganz neueEinrichtung des Volksschnlwesens beschlossen. Vergebens be-vnchete sich eine mehr im Dunkeln schleichende Partei, das edleBestreben der Regierung zu verdächtigen, vergebens wurde daAufruhr geprediget; der gerade Sinn des Volkes verachteteihr niedriges Treiben, Der meuterische Auftritt des 28, Augusts,wo ein Theil der aus Basel zurückkehrenden Truppen sich denBefehlen der Obern widersetzte, rief eine neue Militärorgaui»sation ins Leben,
Eine nicht unbedeutende Aufregung fand im Januar 1831in der Amtei Dornach statt. Die Weinbauenden Gemeindenweigerten sich, den durch ein Gesetz bestimmtet! Rappen von de»Maß Wein eigenen Gewächses zu bezahlen. Der Rappen wurdeals eine unbillige Abgabe vorn Großen Rathe wegerkannt, DieWahl des Jakob Roth zum Oberlehrer erfüllte alle Freundsdes Volksschnlwesens mit neuer Hoffnung, Sie sahen in ihmden Mann, der mir umfassender Kenntniß, regem Eifer nndAusdauer den Volksnnrerricht gewiß auf eins hohe Stufe brin-gen wird. Im Betreff der Propstenwahl, 17. Mai 183-'i, zeigtedie Regierung zur Bewahrung ihres Rechtes gegen die frecheAnmaßung des Clerns jene Kraft nnd Entschlossenheit, welchedie solochnrnischcn Regierungen aller Zeiten, selbst bei der aus-gebildetsten Aristokratie in solchen Fällen an den Tag legten. Sieübernahm die Verwaltung des Sichres, als Rom mit der De-stätignng des ncngcwahlten Propstes zögerte. Durch die letztenim Hornnng 1838 siattgefnndenen Grcßrathswahlen beurkundetedas sclothurnische Volk, daß es den neuen Zustand der Dingeliebgewonnen, und ibn.zn unterstützen strebe. Indessen zeigtdie'Regierung seil ihrem Auftreten bis heute in all ihren Be-schlüssen nnd Handlungen, daß sie eines bedachtsamen, abersichern Schrirres vorwärts schreite. Am 18, Christmonat 1838 hatder Große Rath sich gegen den vorgeschlagenen Anschluß an dieBadenerkonfereiiz ausgesprochen.
Enkstehung dcS gegenwärtigen Kantons.
Im Ist, Jahrhundert kaufte die Stadt Solothurn
1383 die Herrschaften Altrcu, Selzachnnd Bettlach um IststOfl. *),1391 die Herrschaft Bncheck um 500 fl.
1393 erwarb sie Grencheu.
Im 15. Jahrhundert kaufte sie:
1102 die .Herrschaft und das Schloß Neufalkensiein um 1500 si,Istil die Herrschaft Balm für 220 fl.
1411 mit Bern die Herrschaft Bipp, WietliSbach und Crlis-burg um stastO fl.
Solothurncr Gulden zu 15 Batzen.