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10 (1836) Der Kanton Solothurn, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von U. Peter Strohmeier
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23
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geudcc Anfschrisk: „anno dnl. !^3. LLLLXXVIII hab ich hanSvon valkensteln frpg. lautgraf im argow dis grab gebnioen.got zc lob und nun und minen vordcn ze heil/' Zur Seiteliegt ei» großer Grabstein, der mit den Wappen der Grafenvon Falkeustein und der Freiherren dou Gongen geziert ist.Hier ruhece Hans von Gösgen, der leiste dieses Stammes, bisman 1818 seine Todkengrnfc öffnete. Von den, seit stall Jah-ren hier ruhenden Ldelmanne ist nur eine Handvoll Staub unddie große Kinnlade übrig geblieben.

Der Pfarrkirche zu Starkicch wird schon 1036 erwähnt,jener von Stiißlingeu 1300, jener von Wolfwpl 1stö2. Inder lehtecn ist ein Glasgemälde.

Von dem alten Kloster Kleinlntzel eine halbe Standehinter dem Dorfe gleichen Namens kann man „och die zerfal-lende Kapelle und zwei große Wohngebände sehen, die nochden Namen Klosterlelu führen. Im Schükienhanse auf derSchützeiimarre bei Solothurn sind schöne Glasmalereien zusehen.

Das Land.

Lage/ Umfang und Gestalt des Kantons.

Der Kanton Solothurn liegt an der nördlichen Abdachungdes schweizerischen Hochlandes großenkheils im Flußgebiete derAare, zwischen dem st?» st' 30" bis st7" 30' nördlicher Breiteund ö" 0' 37" bis sto stl' st9" östlicher Länge. Er wird fastzur Hälfre vom Kantone Bern umklammert. Im Suden näm-lich stößr er an die der,>er'schen Aemter Wangen, Bnrgdorf undFraubriinnen, im Westen an Nidan,- inr Norden aii die Leber-bergische» Aemter Münster, Delsperg uiid an die Bezirke Wal-leuburg, Siffach, Gelterkingeii im Kai,ton Basel-Landschaft.Oestlich bildet der aargauische Bezirk Aarau , südlich der Be-zirk Zofingen die politischen Grenzen des zusammenhängendenTheiles des Kantons. Von allen Kantonen bat keiner eine sohöchst unregelmäßige Gestalt wie dieser. Wenn mau nur einenBlick auf d,e Kanronalkarte wirft, kann Mail die solorhurnifcheGutmiithigkeit lesen, die bei der Bildung des Kantons obwal-tete. Man kann ihn seiner Gestalt nach mit einem schief zu-sauimengefngken Kreuze vergleichen. Der westliche und östlicheTheil des KantonS ist durch das Amt Wangen bei Wietlis-ba.ch und Bipp von einander gescluede», und die Amtei amnördlichen Abhänge des Jura ist von den südlichen durchhohe Gebirge getrennt und nur durch eine schlechte Straße wie-der mit ihnen verbunden. Das Torf Kienberg, seiner geogra-phischen Lage nach so zu sagen ganz außerhalb der solorbnini-schen Känkonalgrenzen, hänge nur durch einen ganz schmalenkaum eotunde haltenden Landstrich mit selben zusammen.Der Bucheggberg ist fast ganz vom Kantone Bern umschlösse».