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10 (1836) Der Kanton Solothurn, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von U. Peter Strohmeier
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Als die Ochste Deegsi'Ide des KantonS. und als eine derhöchsten und merkiviirdigstei, des ganzen Jiira's schauer dieHasenmatt Ü7.s Ziiß bober als der Weißcnsteiii, I > i- «rundevon ism und 7 Sruuden narr Solorhnrn eurserur über die iduumgebende GcbirgSioelr. Sie erhebe sich LkOst Fuß über denEznegel der Aare, und brlder mir der Nigi und dem Molesonein gleichscheiiklichres Dreieck. Die Anssichc bau diesem erba-benerr Standpunkte ist erirrückend, und gegen Norden nrrd 2Te-freu dchnr üe lieh nredr aus als aus dem Wcißensteine und derNöthe; die abwechselnden Gebirgsgestalren des Jnra's liegenda eurhnllr vor den Augen; bis dort, wo er sich irr niedereBerge und Hügel versiert, und die Gebirge Schwabens und desElsasses der, Geucl'rSrrcis schließen, scdweisr der freie rrrrgc-bernmre Lölick. Südiväris srellerr sich wie mir fridnem Griffel rr,den Horizont gezeichrrcr die Heber, Rieten der Alperr bar, nrrdumstehen r» rvunderbarer Prackrr das herrliche Narurgemaide,das mit ruarrriigsalriger Abwechslung von LValderrr, 2)>ar<terr nrrd Feldern, Slädre», Dörfern, Flusse» und Seen zu denFuße» sich ansbrerrcr. Jede Jahreszeit bringt irr die Aussichtneuen Farbeuwechscl, neue Bilder. Selbst merkwürdige hrrfr-erscheirrurrgen sind dieser GcbrrgSlrehe rrrchr frerird. Crrre decrureressairieste» beebachiere Professor Hrrgr am .7. Oktober 1820.Nr» Aberrde dieses Tages stand er bei stürmischer Witterungauf diesem Berge, in» dessen Scheicel sich zwei Wolkenschichtei,über einander gelagert darren; dre drrrr irrrrde rrrrrrihig; dieuriccre Woll ensclncht bervegre sich hirr rrrrd her und rrerrrrre sich;dirrch derr errrstar,denen .Riß shiegelrerr sich hoch rn den Welkendie Aare, ein Theil deS Bircheqgbcrges, Lommiswyl mir scrrreriHariserir nrrd Wiesen so dcurlrch, daß er auch einzelne Gegen-starrdc genau rrrrcerscheide» kerirrie. Aehrrliche hirsibilder zergrerisich nördlich, wo das von hier sonst unsichtbare Dorf Gans-brunnen als herrliches Nebelbild iri lnirrger Hede abgespiegeltwar. Früher bekleideten dicht« Gehölze der! ganze» GebirgS-kopf, wovorr iroch große Stöcke Zeugen sind; jenc irmklammernbloß einige krüppelhafre Fohre» die Felsen des nördlichen Ab-hanges. Dieses ist keineswegs der schwacher» Vegcranonskrasrzuzuschreiben, sondern dem keniirnißloseii Schlagen des töolzes,wo keiii Mantel sieden blieb, um das junge Hol; bor Schadenzu schuhen. So wird der Gipfel noch lange kabl bleiben. Aufder Westseite lösen sich bou Zeit zu Zeit einzelne Feldstücke abund rollen in die Tiefe; dieser rördlichweiße Felseuabstur; wirdschon in wcicer Ferne gesehen. Etwa 80Ü Fuß tiefer bemerktmau auf einem schmalen Berggrate wenige Spuren einer altenBurg, die Schaneiibiirg genannt wird; die Urkunden schweigengänzlich darüber. Mai, bemerkr den in Felsen gehauenen Was-serbehälter. .Zwischen dem Felsen und dem Oasenmattkopfe hin-durch führt bon Lommiswyl her eine Fabrstraße ins Münster -thal. Ueber einen mit schmaler Kante sich ansspitzende» Gratsenkt sich die Hasenmart östlich in die Tiefe. Hier durch geleiteteine Strecke weit der Fußpfad nach dem diniern Weißen-steine, dessen Seniihof bald am links sich erhebenden grünenBerggelande sichtbar wird.

Etwa 100 Fuß oberbalb der Hütte öffnet sich im Rogen-steine die merkwürdige .Höhle, Niedelnloch genannt, die von