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10 (1836) Der Kanton Solothurn, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von U. Peter Strohmeier
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46
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Schiff-mann- und seinen Nachkommen da- solokhnrnische Dur»geccecht, >vas daznnial als euie große Belohnung angeseheawurde. Den 3. September 1831, als in der Zeit von >0 Srnn-den ss Zoll > sch Linie Regen fiel, sclüvoll die Aare so stark an,daß ste kaiun ä Fuß unter der großen Brücke stand. Im Win-kcr von 1827 und 1822 bildeten steh mitten im Flusse unterhalbder kleinern Drücke niedrere EcSiufeln, die ihr Entstehen her.gcschwcmmren GrnndeiSraseln rn verdanken hatten. ProfessorH»gi untersuchte ste i» jeder Beziehung, und machte über Eis»bildnng überhaupt, und über Griindeisbildnng inSbesonderseinige interessante Beobachtungen.

Eine Viertelstunde unterhalb der Stadt fließt der Krcntzen-bach, oder Karharinabach, früher Siechcnbach genannt, in dieAare. Dieser entspringt iii einem wilden Bergrobcl, ain Fußede- WeißensteinS, Winter sich durch die Schlucht der Einstedeicider heil. Verena, ;n deren malcrischcii Ansicht und Necnen ervieles beitragt. Bald stürzt daS ungestüme E m m e n Wasser heran.In immer schnellerm Laufe rauscht die Aare die bewaldetenAnhöhen beim Amsholze in rauhem, mir unzählige» Felsblöckeiiangefülltem Berte vorbei, deren einige aus den Zlnrhe» hervor-ragen. Hier nimmt ste das Arrenbächlein auf, welches in denrohen Zeiten der Knechtschaft mit dem LommiSivylerbache dieGrenzen bildete, innerhalb welchen die Leibeigenen des St.UrsnSstifieS wohnten. Zlnmenthal und seine Niederungenstehe» im alten Deire der Aare, die daS rechte Ufer wegspnh-lend zur linke» Seite Grund und Boden abtrat. Die Sig-gern, welche hier in den First! fällt, sammelt ihre Gewässertheils in den Schluchten der Balmsiuh, theils sickert ste imsumpfigen Thalchen von GalmiS zusammen. Sie bildet einsStrecke weit die Grenzen gegen das bernersche Amt Wangen,so wie ste im Mikrelalrer die Scheidelinie zwischen dem SalSgauund BnchSga», ausmachte. Bis znr neue» Organisation desLiSthnmS Basel stießen bei ihrer Einmündung tue BiSrhümerLausanne , Konstanz und Basel insammen. Bei trockener Wit.kernng verliert ste bald ihr Wasser; deßwegen schreibt schon1öb>7 Inkob von Stall von ihr:

Iros viwccxoix torrcnx 8>ccnra iunzitdii plnviix crescnt 8iccara xiecur ngnix.

Fünf fahrbare Brücke» führen über selbe. I» Wangen empfängtste den ü esch dach. Dieser nimmt seinen Ursprung theils im Kop-pingcr Walde, theils im Thälchen von GraSwnl, wo die zweiQuellen anS ebenem Boden hervorstechen, und stich bei Haltenvereinen. Bei Kriegsiecten benutzt der gewcrbsame Mann B.Lieglec sein Wasser znr Ausführung verschiedener industrieellerUnternehmungen; der Bach theilt Snbingen und Deitingen ,verrhetlr sich da in mehrere Arme; ziehet in macrcm Laufe durchdas Moos, und treibt bei Wangen mehrere Wasserwerke. BisWolfwpl durchstießt die Aare den Kanton Bern . In tiefemSandsteiuberce strömt ste bei diesem Dorfe, die alte Frida» undFulenbach vorbei, und nahet sich bei Bvnningen dem Borne.Nachdem sie nun das Urgebicge der Hochalpen und das mirMolasse angefüllte Thalbecken ni mannigfaltigen Windungendurchschnitten, tritt ste bei Aarbnrg zuerst in die Kalkgebilde