Buch 
10 (1836) Der Kanton Solothurn, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von U. Peter Strohmeier
Entstehung
Seite
56
JPEG-Download
 

auf alleu Seiten zerrissene und tl'eilweuc in den ?lbgrnd ge-stürzte Bergfelscn e,n Zeuge dicker gewaltsame,, Kathastrovbe;dir Grundfeste» von Bechburg , Gilgenberg , Tbierstein, Tor»,egg :r, wurde,, erschüttert. Den 18, Serie,»der 160, wurde inEolothnrn e, so starkes Erdbeben verspürt, da,, KaminendZiegel von den Dächern fielen; an, 28, Februar lsilü verfoürtrDornegg ein mächtiges Erdbeben; ein ähnliches ereignete fiel, den29, Dezember 16,-0 in Solarst,», Bis drittenmal wurdeden 18, Nebe,»der 1672 RacstrS die Erde erschuiiert; e,» Erd.beben den 17. März 1661, Den 2a. Nebelnder >87,0 erfolgtenkurz auf einander rwci Stöße in der stricht,,,,g neu Ost nachteilen, den denen der erfie schlvach, der zivertc ziemlich starkwar: an, .6, Jänner 1831 lonrden bei hoben, Baromeierstaude,Abends 11 Uhr, zivei leichte Erdstöße verspürt.

Gso 1 ogis eh e S.

D,e so eben angeführten geognostischen Verstältniffe deSUnragebirgeS verleiten den Geologen ;r Einnahme des vnlka-»i,chen oder plntonischen AnfstebnngsspstemS. In den Tagen derUrzeit waren d,e bersebiedenariig gestalteten Schicl'ten des Ber-ges flacher Meeresgrund; in den Flntsten seüici, sich Schlamm-Ich,chie» weder, in denen eine unendliche Zahl von Pstanzen-rbierennd andern Waffergekchöpfen in ihren mannigfaltigenAbstufn,igen den Tod fanden; unterirdische GaSenc,vicklnngdob ,n,r 2lllge,valr den AleereSgrnnd emoor; aS den in B,e,-forin aufgehobenen Waffen wölbten sich jene Bogesch,chke.d,e obern nnirden rerrissen und zu senfrechrer Stellung cmoor-gerrieben. Die Erde bollbrerchre diele grolle Aufgabe i» oer-sch,ebenen Eoochen, sie rnheke aus von den bestandenen Kämmen ;da legren neb die Wogen, da glatteren neb die Fluchen; d,e Herr-I-chen Meergeschöpfe entfaltete» lvieder ihre tüestali, bis nachlanger Ruhe die Stunde nener Revolutionenabeie, und inungeheuren Fluchen warfen sich d,e Gewässer über BergndBoden. Eine von Endach Norden sich wälzende MeercS-f.nrst trug d,e in EiSinaffen gchnllrcn Alpe»blöcke an den Jura,ivnfch die Thalernd Schluchten aS. füllte die Spalten mitAllnoionen, raubte den südlichen Berghaldcn daS Erdreich, liesteS an den nördlichen liegen ; in ruh,gen, Zustande der Gewäfferbildete nch im Kcffclkbalc nvifchc» Alpen und Jura die Wolaffe,Als die Meeresstntken die angenüesenen Grenren bezogen, dadarre wieder das fuße Wasser seine Ausgabe lösen; einge-schlossene Bergthäler, ,vie baS Gnldenrhal und der tiefere Thal-boden der Aare, ivarcn lange nur Seen bedeckt; die Ebenenob Solotbnrn, der Vieler, Murren- und Nenenburgerwe ivareudamals ei» einziger groster Wasserspiegel, bis auch dreier abfloß,und die Aare, ine Emmc und die Dünnern sich regelmäßigeBeile auSfrasten, Lwäier »och haben Ueberfchivemmnnqe».Bergstür-e, Erdfchllvsc, Erdbeben, die bereits schon angeführtworden sind, zu Berg und Thal große Gestalrveränderungeubervorgedracht. Zu diesen Wochen alle» waren Jahrtausendenothwendig, bis endlich die Trümmer der Erdrinde mit frischemGrün bekleidet Ivareu, lächelnde itandschafren sich der Aarenach ausdehnten, undachnd nach d,e Begetanou auch denJura erstieg.