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10 (1836) Der Kanton Solothurn, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von U. Peter Strohmeier
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Bodens antreiben sollen? In der letzten Halste des verflossene»IahrhnnderrS rrng die ökoiiomische Gesellschaft in Solothucnzur Hebung der Laiidivirthschaft vieles bei; sie zeigte dem Land-miethe, dass er sc>u Feld nicht blos mir der Hand, sondernauch mir den, Verstände bestellen soll; jährlich wurden libecverschiedene Zweige der Landwirkhschaft Preisfragen aufgestellt;rrichrige, erfahrne Landwirthe schloffen sich dem Vereine an.und wurde» zu Rathe gezogen; belehrende Abhandlungen undAnleitungen wurden unter daS Landvolk Verbreiter, Die Be-schreibung des Gutes der zwei Freunde Schneider und Hof.sierrec auf der Riirtcnen nächst Solorhurn zeigten ihm, wieeine bessere Landeskultur möglich sey, und die Muhe reichlichlohne. Vor allem wurde zu bessern Volksschulen der Grundgelegt, auf welchem bisher immerhin fortgcdaur wurde. Soerkannte man immer mehr. daß der Berits des LandmannSein herrlicher Beruf sey, wenn man ihn von der rechten Seiteauffaßt.

Besonders kräftig wirkte daS lebendige Beispiel unsererrührigen Nachbar», der Bernec, so daß gegenwärtig die LandeS-lulinc im größten Theile deS KauionS euren höhern Grad derVollkommenheit erreicht Hai, als man bisher nicht kannte.In der Anirei Bucheggbcrg und Kriegsiettcn sieht sie imblühendsten Zustande; auch im Leberberge, bei BalSthal . imGau , bei Osten und GöSgen, ist sie nur sehr wenigen Aus-nahmen blühend zu nennen. Bei den Schwarzbndcn steht derLaudbau noch sehr zurück. Von Weinbau oder Viehzuchttreibenden Nachbarn umgeben, fehlt ihnen jede Anregung zumBessern; so bauen sie den rauhen Boden, wie es weilandAeri lind Großäri gethan. Indessen finden auch hier ruhm-volle Ausnahmen starr, und Wer gegenwärtig sein Feld besserknlrivirt, wird nicht mehr ausgelacht, wie früher, sondernnachgeahmt.

Die neue Umgestaltung der Lciige wird auch für die Land-wirthschaft die wohlthätigsten Wirkungen hervorbringen. All,gemein wird sie als die reichste Quelle des öffentlichen Wohl.siandeS angesehen »»d mit allem Nachdrucke befördert. Bereitswurde der Zchureuloskauf auf eine» ziemlich billigen Fuß ge-fetzt; der SalzvreiS wurde herabgesetzt; der Beuntzimg des soreichlich vorhandenen Mergels durch den ganzen Kanton wirddie größte Aufmerksamkeit gewidmet, und darüber sowohl, alsüber den Anbau neuer Grasartcn werden allenthalben Versucheangestellt. Die Landwirthe genießen jene Hochschätzn,ig, dieihnen als dem Kern des Landes gebührt. Die Römer thungroß mit einem Senator, der zugleich Landwirtb gewesen; wirhaben Männer, die für die StaarSgcschäfre und die Laudwirtb-schasr die gleiche Tüchtigkeit beurkunde».

Feldbau.

Früher war der Feldbau nach der Dreiselderwlrkhschast imganzen Kantone daS einzig bekannte Wirthschafkssystem. Dapflanzte man auf ein Feld das erste Jahr Korn, das zweiteHaber oder Gerste, das dritte ließ mau eS brach liegen, als