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10 (1836) Der Kanton Solothurn, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von U. Peter Strohmeier
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Dem ^riclcnlreväas

6escl>icdtsclireihersködert 6>iitr - kiotrdeim.Leb. in 8nlotl>urn 1786Lest. In ststüncben 1818.

Leine kreunäe

Den jetzt an wird die Klnft immer enger nnd dunkler;l>ehe Tannen streben auf beiden Seiten des düstern Thalchensempor. So gelangt man zn cineni kleinen artigen Wasserfalle,dem Liebltngsanfenrhälre des seligen GaßmanitS. Hier glaubtmatt am Ende deS Labpritiches zn stehen; plonlich waltet sichdie Kluft mit zwei heben überhangenden Felsetiwanden, anwelche,t malerische Fahren hangen. Auf grünem Wiesenplan«erblickt man die Wohnung des Klaustiers. die 2 Kirchlem de»hl. Verena und des hl. Alariin, nnicr das schtitzende Obdachder Felle» hingestellt. Im .Hintergründe erscheine» die Mat-ten von WirltSbach, der felügen Jura, von welchen die grün»?Up deS WetssensteinS nttd daS KnrhanS einladend herunter-blicken. Die rechcS in te» Fellen gehaneiie Grotte soll di«erste Wohnung deS Eremiten gewesen seyn. Ein mit Rosen,Veilchen und Ve> ginmeiitnichr bcpstanztes Garnlen nintängkda» Detikmal ziveier geliebter Kinder, deren Herrchen eine Urn«umschließt. Ihr iranernder Vater, Oberst Iran ; Voitel,ließ eS errichten, ein Mann, der, wie Wenige, auch au fürstli-chem Hofe seinen RevnblikaniSmuS rein bewahrt, der sich durchEinführung deS gegenfettlgen Unterrichtes nach Pestalo;;imdie Volksbildung Soancens hoch verdtent gemacht und steh des-wegen, und weil man bei ihm das Bild feines Freundes Zschokk,fand, harre Verfolgung und lange Gefangenschaft zugezogenbat. In kleiner Entfernung lehnt sich die hölzerne Hiirre deSWaldbrnderS ati den Felsen ; daS Jiinere, ans'zivei Stnbchcaund Küche bestehend, ist äußerst niedlich. Vor der Hntie istei,! artiges Gärtchen angebracht, in deissen Mitte ein Kreuzsiebt. Ueber eilte kleine steinerne Brücke gelangt man znmFelfenkirchlem der hl. Verena, das mir Gewölben auf einemKeller ruht und zn welchem man auf zwei steinernen Treppen,die auf beiden Seiten angebracht sind, hinaufsteigen kann. Beider Unken Stiege knicer oben im ausgehöhlten Felsen Jesus,der Leibende am Oclberge; ihm zur theile steht der tröstendeEngel, in einiger Entfernung JndaS, der Derräther. Auch istda zn schalten die Stadt Jerusalem u. s. w., alles dem Ge-schmacke des Zeitalters und des Volkes angemessen. Die dreischlafenden Junger liegen, als harre» sie hier träumend dieHanpirolle zn spielen, im Vordergründe, am Fuße des Felsen.D,e Bilder sind aus Tbon gestaltet. In dem Kirchlei», wel-chem der überhängende Fels znm Dache dient, erblickt man ei-lten Altar, auf w-elchem der Heiland am Kreuze, seilte Mutterlind Johannes, anS Alabaster gebildet, sich befinde». Hinterdem Altare ist die merkwürdige Felsengrorte. Nach der Sagesoll sie gegen das Ende des 17. Jahrhunderts ein Eremit auSAeghpkcn, Arseniiisgenannt, während ZOJabren in das harte