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Es lagert sich aus l»si> um «inen erhabenen Felsenhügel, dersich gegen die Aare hinausdrängt. Oben auf dem ebenen Hü-gel oder Bühl , steht hoch emporragend die Stiftskirche. DerPlatz vor derselben ist mit alten Linden begränzt, unter denensich angenehme Spaziecgänge hinziehen. Hier bietet sich eineentzückende Aussicht dar. I» wildem, unbeständigem Lauserauschet unten die Aare vorbei, deren Verheerungen nur durchgroße Anstrengung vorgebeugt wird. Gegenüber steht diestarke, hohe Thurmcutiie von Gösgeu; westlich erblickt man diefruchtbaren Gefilde des sogenannten NiederamreS; das vondem Hanenstein, dem Born und Eiigelberge umgeben ist. Umdie Kirche stehen die Wohnungen der Chorherren und Kapläne,von denen einige, z. B. die Propstei, kühn an den Randdes hohe» Felsen gebaut sind, deren Bewohnern somit auSden Fenstern fortwährend diese reizende Aussicht enkgegcnlachr.Die stattlichen Gebäude, unter denen einige sehr schon ge-nannt werden können, beweisen zur Genüge, daß hier Wohl-stand herrsche, der durch Gewerdlbatigkeit und Handel herbei-geführt wird. Ueber die Seidenfabrlkation des Herrn Ballisiehe Seite lOl. Die Pfarrkirche von Schönenwertb ist inGretzenbach . Wirthshäuser: Scorchen, Krone, beide em-psehlenswerth und stark besucht.
Den Ursprung dcS Stiftes Schönenwerth mich man imtiefen Mitielalcer suchen. Anfänglich hieß der Ort Werich oderWerd, waS in der altdeutschen Sprache Insel bedeutet. Erstim 16. Jahrhundert bekam er nach und nach den Namen Schö-nenwerrh, lateinisch Liarorvercla auch Lccle.eia FVerckeiwis.Ein gewisser Rapert, Bischof, ob von Straßburg , ist unge-wiß, erbaute hier auf der Halbinsel über dem ungestümen Aar-stnste in der Gemarkung von Grehenbach ein Klösterlein (Ccl-lnla.) Das neue Gotteshaus wurde zur Ehre des hl. Leode-gar eingeweiht und zahlte zum Aargau. Den 15. März 778verleibte es RemigiuS, Bischof zu Straßburg , seinem Dom -stifte ein. Der Zeitpunkt, in welchem das Kloster Werd dieSäkularisation erhalten, ist nicht mehr auSzumitteln. I» derersten Hälfte des eilften Jahrhunderts, nach Gottfried vonMülinen war es 1V36, nach dem Dommherrn von Rivatz1050, stand dem Stifte der erste bekannte Propst vor, derRudolph hieß (kcululfu^). Von diesem Rudolph bis aufBurkard l207 sind die Namen der Pröpste unbekannt. Ue-berraschend ist es für den Freund der Literatur, zu lesen, dast17 , 5 ', hiesiger Chorherr, Philipp von Madler, seinenMitbrndern das Buch der Bücher, die D>bel, schenkte. Dieseließen dafür an jedem Gedachrnißrage seines Hinscheideus 20Schillinge unter die Priester auSrhccleu, die für des GeberöSeelenruhe die geordnete Andacht verrichtete» und seine Grab-statte besuchten. Als 1Z88 die Beruer und Solothnruer daSGotteshaus verbrannten, ließ es Propst Hugo Bader vonWinterihur wieder herstellen. Im Anfange des 16. Jahrh,,».derrS verlor der Bischof von Scraßburg das Recht, den StiftS.propst ;n bestätigen, 15l2 schenkte Papst Julius II . Solo-thurn die Propstenwahl und Leo X. bestätigte es. Hier ver-lebte der Schulmann und Dichter BarzäuS seine Greisenjahre,